Preisbildung im Immobilienmarkt droht zu überhitzen

Preisblase Immobilienmarkt-


Die Jahre der schwachen Preisbildung im Immobilienmarkt scheinen bereits deutlich überkompensiert zu sein. Immer mehr Stimmen weisen auf die Gefahren einer sich selbst verstärkenden Immobilienpreisentwicklung in Deutschland hin.

Brand

Die Preisbildung im Immobilienmarkt wird durch EZB-Geldpolitik angeheizt

Überhöhte Immobilienpreise haben Ballungsgebiete längst verlassen

Die Meinungen zu einer möglichen Immobilienpreisblase in Deutschland scheinen sich zu wandeln. Noch vor gut zwei Jahren waren zwar die ersten Stimmen einer „theoretischen Entwicklung“ zu aufgeblähten Preise für Wohnimmobilien zu hören, aber dennoch galten die beschleunigten Preisaufschläge als eine Korrektur der langsamen Preisentwicklung in den Jahren zuvor.

Im November 2012 erklärte die Deutsche Bundesbank, die ersten „Tendenzen einer Immobilienpreisblase“ erkennen zu können. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hakte sich im April 2013 ebenfalls ins Thema Blasenbildung im Immobilienmarkt mit ein und beruhigte die verunsicherten Gemüter. Die Sorgen seien unbegründet, es handelte sich um eine Kompensation der vergangenen Jahre.

Bis zum Sommer 2013 scheint die deutsche Immobilienwelt noch in Ordnung gewesen zu sein, denn im folgenden Oktober wies die Bundesbank bereits etwas „deutlicher“ auf stark gestiegene Immobilienpreise hin. Der Ausgleich der schwachen Jahre zu vor war bis dahin schon etwas übererfüllt.

Inzwischen hat der Boom im Immobilienmarkt die Ballungszentren bzw. Großstädte schon mehr als deutlich verlassen und weitet sich immer tiefer ins „Hinterland“ aus. Wiederum war es die Bundesbank, die inzwischen eine starke Überbewertung in den Großstädten Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Berlin und München feststellte. Die Immobilienpreise bewegten sich dort um rund 25 Prozent über dem Durchschnitt. Zahlreiche Städte mittlerer Größe fanden mit um 10 bis 20 Prozent überbewerteten Preisen inzwischen Anschluss.

Der sich selbst aufheizende Immobilienmarkt erhält lt. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zusätzlichen Treibstoff durch die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). In Deutschland seien aufgrund der niedrigen Zinsen und der sehr geringen Teuerungsrate erste Anzeichen für eine gefährliche Preisentwicklung zu erkennen, so Schäuble.



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