Mietpreisbremse ist nur zahnloser Papiertiger

Mietpreise-


Die Mieten steigen in den Großstädten der Bundesrepublik trotz der Mietpreisbremse weit über das „geduldete Maß“ hinaus weiter an. Vermieter können die Mietpreise ohne angezogene Bremse anziehen, da keine Konsequenzen zu befürchten sind. In der Münchener Region ist von einer Bremse weit und breit nichts in Sicht.

In München kostet 1qm Wohnung bereits über 20 Euro

Eigenheim
Mietpreisbremse zeigt sich als wirkungslos

Die Mietpreisbremse entpuppt sich als zahnloser Papiertiger. In den großen Metropolen wie Berlin, Hamburg und München ziehen die Vermieter die Mietpreise kräftig nach oben und übertreten dabei locker die vorgegebenen Erhöhungsgrenzen, so die Süddeutsche Zeitung (SZ) (Dienstag).

Eigentlich dürfen die Mieten für Wohnungen und Häuser lt. Mietpreisbremse nur um 15 Prozent pro Jahr ansteigen. In den größeren Städten wird diese Deckelung jedoch nur als eine „unverbindliche Empfehlung“ gehandhabt, denn die Mietpreise schießen teils weit über das vorgegebene Ziel hinaus. So kostete z.B. im Berliner Stadtteil Neukölln eine 2-Zimmer-Wohnung zuletzt 320 Euro Kaltmiete. Nach einem Mieterwechsel sollte die gleiche Wohnung plötzlich 450 Euro mtl. kosten. Das Immobilienunternehmen begründete den Mietpreissprung als angemessen, nachdem ein lokaler Vergleich mit weiteren drei Wohnungen vorgenommen wurde.

Wurde eine Wohnung nicht saniert, darf gemäß Mietpreisbremse keine höhere Miete verlangt werden als 10 Prozent über dem „Ortsüblichen“. Andernfalls habe die Mieter das Recht zur Klage. Allerdings gehen diesen Schritt nur ganz wenige. Werden Mieter mit überhöhten Mietpreisen konfrontiert, dann wehrt sich nur eine sehr geringe Anzahl von Betroffenen dagegen. Der Münchner Mieterverein hat lt. SZ nur „eine verschwindend kline Zahl“ an Mietern registriert, die sich in der Angelegenheit überhöhter Mietpreise beraten ließen. Die meisten Mieter seien froh, in München überhaupt eine Wohnung zu bekommen, da halte man sich von Forderungen eher zurück.

Im Jahr 2015 lag der für München geltende Mietspiegel bei 11,68 Euro pro Quadratmeter für Neuvermietungen. Der von der SZ ausgewertete städtische Wohnungsmarktbarometer lag jedoch schon bei 15,57 Euro. Nach Auswertung der veröffentlichten Anzeigen in den großen Vermieterportalen im Internet ergibt münchenweit eine Durchschnittsmiete von über 20 Euro pro Quadratmeter.

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