Mietpreisbremse bremst nicht, sondern beschleunigt

Mietkosten-


Eigentlich sollte die Mietpreisbremse zu stark ansteigende Mietkosten verhindern. Doch die „angezogene Bremse“ wirkt in vielen Regionen eher als ein Mietpreis-Beschleuniger.

Mietpreise mit Bremse steigen schneller an

Mietimmobilie
Die Preisbremse scheint gut geölt zu sein

Zu rasant ansteigende Mieten sollten durch einen von der Bundesregierung verordneten Bremsklotz verhindert werden. Die Mietpreisbremse wirkt aber nicht, sondern scheint nur ein „zahnloser Papiertiger“ zu sein. Die Süddeutsche Zeitung rechnete es Mitte Mai bereits vor.

Nach einem Jahr Mietpreisbremse hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine Bilanz gezogen. Das Resultat: Die Bremse bremst nicht. Der virtuelle Bremsklotz scheint sogar „geschmiert“ zu sein und über einen Antrieb zu verfügen, denn teils wurde sogar eine Beschleunigung der Mietpreisanstiege festgestellt. Das DIW stellte die Forschungsergebnisse in Berlin vor, wie noz.de (Mittwoch) berichtete.

Auffällig sei, dass die Mieten vor der Einführung der Mietpreisbremse innerhalb kurzer Zeit nach oben sprangen. Viele Vermieter zogen die Mietpreise noch richtig an. Die Mietpreisbremse regelt die künftigen Anstiege nach deren Einführung und nicht die Regulierung zu hoch erscheinender Mieten nach unten. Doch die Bremse scheint kaum Wirkung zu zeigen. In den untersuchten Regionen ohne Preisbremse stiegen die Mieten im Schnitt um 0,24 Prozent an und lagen damit etwas niedriger als in den Regionen mit „angezogener Bremse“ (0,26 Prozent).

Für Verbraucherschutzminister Heiko Maas (SPD) ist die Einschätzung, die Mietpreisbremse als gescheitert zu sehen, zu voreilig. Das Gesetz stelle ein Paradigmenwechsel dar und ist ein Recht, das es bisher noch nicht gab. Es wäre ein „bisschen früh“, das Gesetz nach einem Jahr oder ein paar Monaten für gescheitert zu erklären.

Anzeige - Tagesaktuelle Bauzinsen!
728x90



Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Beitrag anderen Menschen mitteilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.