Immobilienpreise & Einkommen: Wohneigentum ist günstiger geworden

Kaufkraftentwicklung-


Die Einkommen sind schneller angestiegen als die Immobilienpreise und Mieten in den deutschen Großstädten. Der Erwerb von Wohneigentum ist dank den niedrigen Zinsen inzwischen um rund ein Drittel günstiger als das Mietverhältnis, so eine Studie des IW.

München

Durchschnittsverdiener, Wohlhabende und Gutverdiener profitieren von Kaufkraftanstieg

Lediglich Stuttgart und Berlin sind Ausnahmen

Die Kosten für Eigenheim und Mieten haben in den vergangenen Jahren vor allem in Großstädten derart angezogen, dass bereits von der Entwicklung einer Immobilienpreisblase die Rede ist. Das Leben in den Ballungsgebieten ist demnach deutlich teurer geworden. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) kommt aber zum gegenteiligen Ergebnis, wenn die gestiegenen Immobilienpreise ins Verhältnis zu den Einkommensentwicklungen gesetzt werden.

Das Wohnen in den deutschen Großstädten ist demnach während den letzten fünf Jahren sogar günstiger geworden. Die Miet- und Selbstnutzerkosten seien lt. einer IW-Studie langsamer angestiegen als das durchschnittliche Einkommen. Profiteure dieser Entwicklung seien allerdings hauptsächlich die Wohlhabenden und Gutverdienenden.

Im Verhältnis zur Kaufkraft sind die Nettokaltmieten in fast allen deutschen Städten gesunken, so das Institut. Die einzigen Ausnahmen bildeten Stuttgart und Berlin. Unter Berücksichtigung der Kaufpreise, den Zinsen und der Grunderwerbssteuer sei in den sieben untersuchten Städten sogar das Wohneigentum günstiger geworden. Das änderte allerdings nichts daran, dass die durchschnittlichen Mieten und Immobilienpreise in Großstädten höher sind als im Durchschnitt der Bundesrepublik.

Immobilienkauf ist günstiger als Miete

Die stark abgefallenen Zinsen führten zu einem ausgeprägteren Preisvorteil zugunsten des Wohneigentums. Der Immobilienkauf ist inzwischen deutlich günstiger als Mieten, so IW. In den vergangenen fünf Jahren stieg das Verhältnis des Kostenvorteils auf rund ein Drittel. In den Städten Frankfurt, Hamburg und Berlin könne sogar die erwartete Wertsteigerung der Grundstücke herausgerechnet werden, der Kauf bliebe immer noch günstiger als die Miete.

Preisvorteile gelten lediglich für Durchschnittsverdiener

Ein Durchschnittsverdiener profitierte von den Lohn- und Gehaltserhöhungen in den vergangenen Jahren. Dessen Kaufkraft ist angestiegen. In der Regel trifft das für Arbeitssuchende, Azubis und Studenten nicht zu. Diese Gruppe werde durch die „Wohnkosten stärker belastet als früher“, so Michael Voigtländer, IW-Immobilienexperte.

Der Immobilienkauf fordert noch immer hohe Ersparnisse

Auch wenn in den allermeisten Großstädten der Immobilienkauf im Verhältnis zur gestiegenen Kaufkraft erschwinglicher geworden ist, sollten Interessierte nach wie vor einen relativ hohen Betrag auf der hohen Kante liegen haben. Der Immobilienerwerb setzte in der Regel ein Eigenkapital von mind. 50.000 Euro voraus, bevor das Kreditinstitut einen Immobilienkredit zusagt. Soll auch den Geringverdienern der Weg für den Immobilienerwerb eröffnet werden, müsse die Politik „über staatlich garantierte Kredite nachdenken“, so Voigtländer.

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