Immobilienmarkt: Lt. Bundesbank deutliche Preisübertreibungen

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Die Preisanstiege im Immobilienmarkt gehen ungebremst weiter. Die Deutsche Bundesbank spricht von einer Ausweitung der bereits deutlichen Preisübertreibungen. Niedrige Bauzinsen und Finanzmarktlage treiben den Trend noch weiter an.

Preisübertreibungen haben um bis zu 30% zugenommen

Wachstum
Immobilienpreise schossen 2016 nach oben

Die Sicht der Deutschen Bundesbank auf den Immobilienmarkt hat sich innerhalb der vergangenen fünf Jahren merklich geändert. Im Jahr 2012 sprach die Bundesbank von Tendenzen einer möglichen Bildung einer Immobilienpreisblase, hielt die Preisentwicklungen zum damaligen Zeitpunkt noch als eine Korrektur der schwachen Entwicklungen in den Jahren zuvor. Heute beschreibt die ehemalige Hüterin der D-Mark Zustände der Preisübertreibungen, überwiegend in den Städten.

Lt. dem aktuellen Monatsbericht vom 20. Februar 2017 stellte die Bundesbank eine beschleunigte Konjunktur und anziehende Teuerung fest, besonders im Bereich des Immobilienmarktes. „Die Teuerungsrate bei Wohnimmobilien zog im vergangenen Jahr spürbar an. Der Anstieg war regional und über die verschiedenen Immobilienarten hinweg breit angelegt. Letztlich reichte die zunehmende Angebotsausweitung nicht aus, um den Preisdruck der anhaltend kräftigen Wohnraumnachfrage zu begrenzen. In den Städten dürften die Preisabweichungen bei Wohneigentum von dem Niveau, das durch die längerfristigen wirtschaftlichen und demografischen Einflussfaktoren gerechtfertigt erscheint, weiter zugenommen haben“, so die Bundesbank.

Die Preisübertreibungen für Wohnimmobilien betrugen lt. den derzeitigen Einschätzungen im Jahr 2016 zwischen 15 und 30 Prozent. Diese Übertreibungen seien vor allem bei Eigentumswohnungen in den großen Städten beobachtet worden.

Ein Abflauen des Trends im Immobilienmarkt sei noch nicht absehbar. Vor allem in den Städten, in denen bereits vor drei Jahren überdurchschnittlich hohe Preisanstiege gemessen wurden, entwickelten sich die weiteren Anstiege besonders deutlich. Zu den herausragenden Städten zählten Frankfurt a.M., München, Stuttgart, Köln, Düsseldorf und Berlin.

Die starke Nachfrage in den Ballungsgebieten sei ein wesentlicher Bestandteil der antreibenden Kräfte. Noch profitierten die Immobilien-Erwerber von den extrem niedrigen Bauzinsen. Dennoch seien diese Punkte lt. Bundesbank noch nicht die vollständige Erklärung für den anhaltenden Trend. Es dürften auch demografische und wirtschaftliche Faktoren eine große Rolle spielen.

Preise Wohnimmobilien Februar 2017

Quelle: Deutsche Bundesbank


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