Finanzierung von Gewerbeimmobilien

Ob Supermarkt, Ladenfiliale, Logistikzentrum, Büroräume oder Pension – fast jeder Unternehmer benötigt für die Realisierung seiner Geschäftsidee geeignete Räumlichkeiten. In Deutschland existiert ein ganz eigener Immobilienmarkt, der sich auf Objekte zur gewerblichen Nutzung spezialisiert hat. Auch die Finanzierung von Gewerbeimmobilien unterscheidet sich von den klassischen Finanzierungsmöglichkeiten für Objekte, die privat genutzt werden sollen.

Finanzierung Gewerbeimmobilien
Finanzierung Gewerbeimmobilien
fängt mit Planung an
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Bevor es an die Finanzierung geht, sollte erst einmal ein geeignetes Objekt gefunden werden, das dem eigenen Unternehmen ein neues Zuhause bietet. Nicht nur im Anzeigenteil der Tageszeitung oder mit Hilfe eines Maklers ist es heute möglich, nach Gewerbeimmobilien zu suchen.

Auch im Internet gibt es inzwischen spezielle Anbieter, die eine große Auswahl an Gewerbeimmobilien in beinahe jeder Region Deutschlands anbieten. Nach Wohnort, Kaufpreis und gewünschter Größe des Objekts kann hier gezielt nach Büroräumen, Ladengeschäften und anderen Gewerbeimmobilien gesucht werden. Ist ein interessantes Objekt gefunden, geht es an die Planung der Immobilienfinanzierung.

Härtere Bedingungen bei Kreditvergabe

Die Finanzierung einer rein für gewerbliche Zwecke genutzten Immobilie lässt sich in vielen Punkten von der Finanzierung einer Wohnimmobilie unterscheiden. Vor allem die Banken und Kreditinstitute legen beim Erwerb einer Gewerbeimmobilie strengere Maßstäbe an als bei rein privat genutzten Wohnimmobilien.

So stellen sie zum Beispiel andere Anforderungen an die Bonität des Kreditnehmers sowie an die Werterhaltung des Objekts.

Bei den Käufern von Immobilien zur gewerblichen Nutzung handelt es sich in der Regel um Unternehmer, Kaufleute, Personalgesellschaften oder um selbstständige Personen. Da alle genannten Personengruppen am wirtschaftlichen Geschehen in der Bundesrepublik teilnehmen, unterliegen sie strikteren juristischen Bedingungen und Auflagen als private Personen, die mit ihrer Teilnahme am Erwerbsleben in der Regel nicht im Handelsgesetzbuch eingetragen sind.

Stellt ein Gewerbetreibender bei einer Bank einen Kreditantrag für die Finanzierung einer Immobilie zur gewerblichen Nutzung, dann verlangt das jeweilige Kreditinstitut die Vorlage von Geschäftsbilanzen sowie einer Gewinn-Verlust-Aufstellung.

Zudem muss die zu erwartende kurz- und mittelfristige Auftragslage des Unternehmens dokumentiert, vorhandene Rücklagen offen gelegt und eine mögliche geplante Expansion des Unternehmens dargestellt werden. Anhand dieser Kriterien überprüft die Bank die Bonität des Antragstellers.

Ganz besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf den Cash-Flow des Unternehmens gerichtet. Das Gewerbe muss ausreichende finanzielle Mittel erwirtschaften, damit die Tilgung des Darlehens während der gesamten Laufzeit gewährleistet werden kann.

Kreditvergabe bei Geschäftsbanken

Die Finanzierung von Gewerbeimmobilien kann nicht bei jeder herkömmlichen Hausbank realisiert werden. Kredite können Gewerbetreibende bei speziellen Geschäftsbanken, Hypothekenmaklern und Finanzierungsgesellschaften beantragen.

In Fällen, in denen es sich um eine Immobilie mit gewisser politischer Relevanz für die Gemeinde oder gar das gesamte Bundesland handelt, kann mit der Kommune oder dem Bundesland über die Finanzierung verhandelt werden.

Bei der Kreditvergabe ermittelt die jeweilige Geschäftsbank die Konditionen auf Grundlage der aktuellen Zinssätze am Immobilienmarkt.

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