Deutsche rechnen mit steigenden Immobilienpreisen

Immopreis Entwicklung in Euro-Krise-


Staatsschuldenkrise und Marktunruhen bewegen viele Bundesbürger dazu, ihre Blicke auf Immobilien zu richten. Niedrige Bauzinsen laden dazu ein, mit dem Gedanken zu spielen, den kriselnden Euro gegen Sachwert einzutauschen.

Wie schätzen aber die Bürger selbst ein, wie sich die Preise im Immobilienmarkt innerhalb der anhaltenden Euro-Krise künftig entwickeln werden?

Die Mehrheit rechnet mit steigenden Immobilienpreisen

Immobilienpreisentwicklung
Immobilienpreise in Euro-Krise

Mit 48 Prozent geht fast die Hälfte der Bundesbürger von höheren Immobilienpreisen aufgrund steigender Nachfragen nach Investitionsobjekten und Wohneigentum aus. Lediglich jeder Fünfte rechnet damit, dass für Wohnungen und Häuser zukünftig weniger bezahlt werden muss. Mit stabilen Preisen im Immobilienmarkt rechnen trotz Finanzmarktunruhen 22% der Immobilienkäufer.

Die comdirect Bank wollte wissen, mit welchen Reaktionen die deutsche Bevölkerung im Immobiliensektor aufgrund der anhaltenden Euro-Krise rechnet. Das Institut Forsa befragte im Auftrag von comdirect 1.007 Teilnehmer nach ihren Einschätzungen zu den künftigen Immobilien Preisentwicklungen in Deutschland.

Frauen zeigen mehr Optimismus als Männer
Aus der Sicht des zukünftigen Immobilienkäufers sind Frauen etwas zuversichtlicher als Männer. 46% der Frauen rechnen mit einer Verteuerung der Immobilienpreise und 22% gehen von Preisrückgängen aus. Wogegen bei den Männern 50% mit steigenden Preisen rechnet und lediglich 18% mit fallenden Immobilienpreisen.

Beinahe identischer Meinung sind die beiden Geschlechter beim Thema stabile Preise. 22% der Frauen und 23% der Männer rechnen mit unveränderten Bedingungen im Immobilienmarkt.

Wenn die Umfrageergebnisse in Altersstufen aufgelöst wird, kristallisiert sich heraus, dass besonders die 30- bis 44-Jährigen von fallenden Preisen ausgehen. Der durchschnittliche Wert von 20% wird durch diese Altersgruppe mit 33% deutlich überschritten.

Der Sachwert Immobilie erhält höheren Stellenwert

Das Eigenheim hatte in Deutschland stets einen hohen Stellenwert. Die anhaltende Euro-Krise und der wachsende Zweifel am Bestand der Gemeinschaftwährung lässt die Nachfrage an Immobilien und deren Preisentwicklungen erneut aufflammen.

Dazu kommen die derzeit niedrigen Zinsen für Darlehen und Immobilienfinanzierungen. „Des Sparers Leid sind des Häuslebauers Freude“. Insgesamt würde der Preisanstieg auf dem deutschen Immobilienmarkt moderat ausfallen, so Tobias Lücke, Leiter Baufinanzierung bei comdirect.

Demnach nutzten zahlreiche Bundesbürger die derzeit günstigen Zinsen aus, um sich den persönlichen Wunsch eines Eigenheims zu erfüllen. „Gleichzeitig sind Immobilien in der Euro-Krise eine beliebte Anlageklasse“, erklärt Lücke.

Gleichzeitig weist Tobias Lücke darauf hin, dass die Standortwahl beim Immobilienkauf immer wichtiger wird. Teils deutliche Preissprünge wären in den Metropolen und mittelgroßen Städten aufgrund hoher Nachfragen feststellbar. Das gelte besonders bei attraktiven Bestandsimmobilien. Ein völlig anderes Bild könne sich auf dem Land ergeben. Geringere Immobilienpreise, aber deutlich schwieriger wäre es Wertsteigerungen zu erzielen.



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Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

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