Bausparkassen bedienen sich ausgiebig dem Notfall-Fonds

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Die Bausparkassen nutzen den eingerichteten Notfall-Fonds offenbar ausgiebig. Anhaltend niedrige Zinsen ließen die Reserven bereits um Milliarden-Beträge abschmelzen.

Bundesregierung ermöglichte einfacheren Fonds-Zugriff

Euro-Krise
Die Bauspar-Branche scheint zu wackeln

Die Branche der Bausparkassen scheint kräftig angeschlagen zu sein. Dauerhafte Niedrigzinsen führten offenbar zu einem ausgiebigen Gebrauch des eingerichteten Fonds für Notfälle. Lt. Süddeutsche Zeitung (Donnerstagsausgabe) nutzen zahlreiche Bausparkassen den Notfall-Fonds, um die bestehenden Verträge erfüllen zu können. Demnach entnahm ein großer Anbieter im vergangenen Jahr rund 350 Millionen Euro, damit die Verpflichtungen erfüllt werden konnten. Weitere Bausparkassen bedienten sich am Fonds mit Summen in jeweils zweistelliger Millionenhöhe.

Zum Stand Ende 2014 war der Fonds mit rund 2,2 Milliarden Euro gefüllt. Ende 2016 betrugen die Reserven nur noch 1,3 Milliarden Euro, so die SZ. Diese Zahlen nannte die Bundesregierung auf Anfrage der Grünen.

Der Griff auf die Geldreserven wurde den Bausparkassen nach einer entsprechenden Änderung des Bausparkassengesetztes im Jahr 2015 durch die Bundesregierung erleichtert. Lt. der Zeitung erklärte ein Sprecher des Verbandes der Privaten Bausparkassen, dass die niedrigen Zinsen den Griff in die Notfall-Fonds als „Risikoabwehr“ erforderlich machten. Eine Bausparkasse begründete den Gebrauch des Fonds zur Sicherung des „weiteren Wachstumpfades“.


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