Trotz Pflicht – Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung steigt an

Krankheitswesen –


Im Bundesgebiet stieg die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung trotz der (eigentlichen) Pflichtversicherung weiter an. Für immer mehr Betroffene scheinen die Beiträge nicht mehr bezahlbar zu sein.

Krankenversicherungskarte

Corona bedingte Lockdown-Krise hat Situation weiterhin verschärft

Forderungen nach einem Fonds für Nicht-Versicherte

Mit dem Wohnsitz im Bundesgebiet gilt gleichzeitig die Pflicht zu einer Krankenversicherung. Eigentlich sollte es deshalb niemand geben, der weder eine gesetzliche, noch eine private Versicherung vorweisen kann. Allerdings sieht die Praxis wie so oft völlig anders aus. Schon im Jahr 2015 waren im Bundesgebiet rund 79.000 Menschen ohne eine Krankenversicherung. Bis Ende 2019 stieg die Zahl auf rund 143.000 Betroffene an, so lt. Saarbrücker Zeitung (Freitag) die Angaben von Destatis nach einer Anfrage der Linke im Bundestag. In den neuen Bundesländern waren demnach 26.000 Menschen und in den alten Bundesländern 117.000 Menschen ohne eine Krankenversicherung.

Nun sei die Bundesregierung dazu aufgefordert, neben einer Pflicht der Krankenversicherung auch ein Recht auf medizinische Versorgung zu schaffen. Der Linke-Sozialpolitikerin Sabine Zimmermann schwebt hierfür ein für Menschen ohne Krankenversicherung geschaffener Fonds vor. Dazu müssen auch Versicherte wie Selbstständige bei den Beitragszahlungen besser entlastet werden. Gemäß den Angaben des PKV-Verbandes zu den Entwicklungen der in Anspruch genommenen Basis-Tarifen haben sich die Folgen des Corona-Lockdowns für Selbstständige jedoch in Grenzen gehalten.

Als sicher gilt jedoch die größere finanzielle Belastung der gesetzlichen Krankenversicherer. Diese seien aufgrund der als Pandemie definierten Corona-Krankheit nun herausgefordert. Nach rund 20 Milliarden Überschuss Anfang des vergangenen Jahres rechnete man nun mit einem Defizit von gut 14 Milliarden Euro noch in diesem Jahr. Alleine die Behandlung von Corona-Infizierten kosteten den Krankenkassen 1,3 Milliarden Euro und die politisch verordneten Tests rund 1,6 Milliarden Euro zusätzlich.

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