Randvolle Reserven der Krankenkassen – Zusatzbeiträge runter

Krankenkassen –


Die Rücklagen der gesetzlichen Krankenkassen knackten im Jahr 2018 bereits die Marke von 20 Milliarden Euro. Rund das Vierfache des Erforderlichen. Inzwischen meldeten einige Versicherer die eine Reduzierung der Zusatzbeträge ab 2019.

Kassenreserven

Krankenkassen müssen ihre riesigen Reserven schrittweise abbauen

Alleine im Jahr 2018 rund 1,9 Mrd. Euro Überschuss

Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden in den vergangenen Jahren erreichten ein Rekord nach dem anderen. Boomender Arbeitsmarkt und eine verhältnismäßig gute Konjunktur sorgten für immer mehr Beschäftigte und somit auch für höhere Sozialabgaben. Davon profitierten u.a. die gesetzlichen Krankenversicherer. Die fortlaufenden Mehreinnahmen der Krankenkassen ließen den Gesundheitsfonds bereits bis Ende 2017 auf rund 19 Milliarden Euro anschwellen.

Alleine im noch laufenden Jahr 2018 liegt der bisherige Überschuss der Krankenkassen bei rund 1,9 Milliarden Euro. Nach den aktuellen Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums verfügen die Krankenkassen inzwischen über eine Rücklage von 21 Milliarden Euro. Die Mindestreserve der gesetzlichen Krankenversicherung liegt bei 5 Milliarden Euro. Gegenüber BILD (Mittwochsausgabe) kritisierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) das Horten von Geldern der Beitragszahler durch die Krankenkassen. „Sie haben inzwischen das Vierfache der Mindestreserven auf der hohen Kante. Das ist einfach zu viel“, so Spahn.

Erste Konsequenz: Zusatzbeiträge werden 2019 überwiegend gesenkt

Der Gesetzgeber beschloss die Rückkehr zur Parität bei der Aufteilung der Krankenkassenbeiträge zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ab 2019. Damit werden künftig auch die von den Krankenkassen verlangten Zusatzbeiträge jeweils zur Hälfte aufgeteilt. Die nun deutlich mehr als ausreichend gefüllten Reserven der gesetzlichen Krankenversicherer werden voraussichtlich zu weitreichenden Absenkungen dieser Zusatzbeiträge führen. Eigentlich sind die Krankenkassen erst ab 2020 dazu verpflichtet, ihre Reserven zu reduzieren, aber die ersten Absenkungen werden bereits zum nächsten Jahreswechsel erwartet.

Nach Informationen des Portals Krankenkassennetz.de GmbH meldeten bereits einige Krankenkassen eine entsprechende Absenkung an. So werden AOK Rheinland-Hamburg und AOK Bremen / Bremerhaven ein Reduzierung ihres jeweiligen Zusatzbeitrages um 0,3 Punkte bzw. 0,1 Punkte vornehmen. Die Techniker Krankenkasse und Viactiv kündigten ebenfalls eine Reduzierung an, hielten sich aber mit der Angabe über den Umfang der Beitragsminderung noch zurück.

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