Privatkrankenversicherung: 2016 massive Beitragserhöhung erwartet

Kosten Privatkrankenversicherung (Update: 13:29)-


Auf die Privatversicherten warten im Jahr 2016 voraussichtlich massive Beitragserhöhungen. Die beständige Niedrigzinsphase in der Eurozone fordert auch in der Privatkrankenversicherung (PKV) ihren Tribut.

Gesundheit

Für die privat Krankenversicherten droht im Jahr 2016 eine Welle der Beitragsanhebungen

Eine gleitende Beitragserhöhung ist in der PKV nicht möglich

Das Dilemma der „ewig während“ niedrigen Zinsen in der Eurozone wird voraussichtlich auch die Privatkrankenversicherung hart treffen. Für viele Privatversicherte könnten die Tarife im Jahr 2016 massiv teurer werden. Einige Anbieter sprachen Beitragsgarantien bis 2016 aus, aber was danach folgt, könnte so manchen Versicherten auf den Boden der Realität zurückholen.

Wer als Privatversicherter in den vergangenen Jahren bei den Beitragserhöhungen seiner Gesellschaft relativ „glimpflich“ davon gekommen ist, könnte es im Jahr 2016 besonders hart erwischen. Vor dem Problem extrem niedriger Zinsen an den Kapitalmärkten stehen alle Versicherungsgesellschaften. Die Anpassungen an das Zinsniveau wurden von den Versicherern jedoch sehr unterschiedlich vorgenommen. Die schrittweise Anhebung der Prämien fiel teils sehr gering aus und bei anderen Versicherern mit weitaus deutlicheren Zuschlägen. Für zahlreiche Privatkrankenversicherer besteht daher ein „dringender“ Anpassungsbedarf.

Die Beiträge der Versicherten finden u.a. Verwendung für den Aufbau der Altersrückstellung. Die Gesellschaften legen das Geld am Kapitalmarkt an, um Renditen bzw. Zinserträge zu erwirtschaften. Fehlende Gewinne aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase zwingen die Versicherer zur Kompensation über die Anhebung der Beiträge.

Der Zerfall der Zinserträge schritt schneller voran als der Anstieg der Gesundheitskosten und die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen. Versicherer dürfen eine Beitragsanpassung erst vornehmen, wenn die Gesundheitskosten um mindestens 5 bzw. 10 Prozent angestiegen sind und die Lebenserwartung der Kunden ebenfalls um 5 Prozent. Diese Voraussetzungen sind aus derzeitiger Sicht spätestens bis zum Jahr 2017 erfüllt.

Eine gleitende Beitragsanpassung in der Privatkrankenversicherung ist daher nicht möglich und für zahlreiche Versicherungskunden kann die nächste „ruckartige“ Erhöhung der Prämie besonders drastisch ausfallen.



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