Hürden ab 2020 – PKV-Verband kritisiert Wettbewerbswidrigkeit

Krankenversicherungen –


Die erneut starke Anhebung der Versicherungspflichtgrenze für den möglichen Wechsel von der Krankenkasse in die Privatversicherung ruft den PKV-Verband auf den Plan. Dieser sieht eine systematisch unterstützte Wettbewerbswidrigkeit.

PKV-Beitragsanhebungen

Rot-Grüne Bundesregierung servierte dem PKV eine nachhaltig bittere Pille

Zugang zur PKV wird über das übliche Maß hinaus erschwert

Wie gehabt wird auch mit dem kommenden Jahreswechsel die notwendige Schrittweite für den Wechsel in die Privatkrankenversicherung (PKV) erweitert. Voraussichtlich liegt die Versicherungspflichtgrenze für den Umstieg von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur PKV gemäß dem Referentenentwurf bei 62.550 Euro. Aus der Sicht der Arbeitnehmer eine kräftige Erhöhung der Hürde und aus der Sicht der Privatversicherer eine weitere Reduzierung potenzieller Neuankömmlinge. Immerhin unterstehen heute rund 85 Prozent der deutschen Arbeitnehmer faktisch einer „Arbeitnehmer-Bürgerversicherung“, so der PKV-Verband. Diesen Arbeitnehmern bleibe der Zugang zur PKV aufgrund eines zu geringen Einkommens verwehrt. Nur wer über ein Einkommen über die Versicherungspflichtgrenze hinaus verfüge. werde von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreit und könne sich privat versichern lassen. Die Schrittweite des erneut angehobenen Mindesteinkommens betrage immerhin rund 3 Prozent.

Rot-grüne Regierung leitete Ungleichgewicht ein

Der PKV-Verband sieht in der erneuten Anhebung eine systematische Einschränkung des Wettbewerbs zwischen GKV und PKV. Mit der aktuellen Schrittweite gehe über das selbstverständliche Maß hinaus. Zwar orientiere sich der Wert an die Einkommensentwicklung, werde aber jedes mal kräftig aufgerundet. Besonders auffällig war demnach der sprunghafte Anstieg zum Jahreswechsel 2002 auf 2003 unter der damaligen rot-grünen Bundesregierung. Einst steckte die GKV in der Krise und eingeleitete Maßnahmen sollten Abhilfe schaffen. „Die damalige angespannte Finanzsituation der GKV ist zwar längst Geschichte – aber die zur Unterstützung eingeführte Krisenmaßnahme gilt bis heute fort“, so der PKV-Verband. Der Normgeber gehe aufgrund dieser Beibehaltung von bis zu zusätzlichen 60.000 Arbeitnehmern aus, die deshalb in der GKV verbleiben müssen.

Rückkehr zum bisherigen System

Der PKV-Verband fordert daher die Abschaffung dieser wettbewerbsfeindlichen Regelung. Dazu müsse die Jahresarbeitsentgeltgrenze wieder auf das Niveau der Beitragsbemessungsgrenze abgesenkt, oder auf dem derzeitigen Niveau eingefroren werden, bis die beiden Werte wieder auf gleicher Höhe liegen.

Kosten & Leistungen Privatkrankenversicherung berechnen

Jetzt den kostenlosen PKV-Vergleichsservice nutzen:

Doktor

  • Tarife der aktuellen Testsieger
  • Abrufbares Info-Blatt im .pdf-Format
  • Ausführlicher Leistungsvergleich
  • Kostenlose Tarifberechnung
  • Unverbindliche Angebotserstellung
  • Auf Wunsch individuelle Beratung

Versicherungsdaten, Personendaten eingeben, fertig. Online-Tarifvergleich.

Jetzt vergleichen!

Beitrag anderen Menschen mitteilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.