Geschäftsjahr 2014 verlief für Privatkrankenversicherer “durchwachsen”

Privatkrankenversicherung-


Für die Branche Privatkrankenversicherung verlief das Geschäftsjahr 2014 überwiegend positiv, mit Ausnahme der erneut zurückgegangenen Anzahl der privatversicherten Personen. Die Beitragseinnahmen stiegen nur geringfügig an.

Bilanzen

Privatversicherungen stehen wegen Niedrigzinsumfeld vor Herausforderungen

Zusatzversicherungen und Pflegezusatz im deutlichen Plus

Während die Lebensversicherungen auf das vergangene Jahr mit teils sehr positiven Ergebnissen zurückblicken – getragen durch das große Plus bei Verträgen mit Einmalbeiträgen – hinken die Erfolge für die Privat Krankenversicherung deutlich nach. Die vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) am Freitag vorgestellten Zahlen weisen bei den Beitragseinnahmen (Privatkrankenversicherung und private Pflegeversicherung) 2014 einen Zuwachs von lediglich 0,7 Prozent aus. Ein Anstieg um 300 Millionen auf 36,2 Milliarden Euro.

Die Branche der Privatkrankenversicherung bleibt von den Folgen des Niedrigzinsumfeldes nicht verschont. Herausforderungen gilt es vor allem im Bereich der Rücklagen zu begegnen. „Trotz der Schuldenkrise und des ungünstigen Zinsumfeldes konnten wir den Rückstellungen der Privatversicherten im vergangenen Jahr rund acht Milliarden Euro neu zuführen“, so Uwe Laue, Vorsitzende des PKV. Die Rekordmarke von 200 Milliarden Euro ist im Jahr 2014 erstmalig überschritten worden.

Ein positives Vorzeichen besitzt auch die Zuwachsrate bei der Gesamtzahl an Voll- und Zusatzversicherungen. Die Anzahl der Policen für die Zusatzversicherung stieg um 1,7 Prozent, für die ungeförderte Pflegezusatzversicherung um 4,5 Prozent und für die geförderte Pflegezusatzpolice („Pflege Bahr“) um 55,5 Prozent. „In den beiden Jahren seit Einführung der geförderten Pflegezusatzversicherung sind bereits mehr Verträge abgeschlossen worden als in den ersten 14 Jahren der ungeförderten Pflegezusatzversicherung“, so Laue.

Im Jahr 2014 ging der Bestand der Krankenvollversicherungen Verträge um 0,6 Prozent auf 8,83 Millionen Personen zurück. Ausschlaggebender Grund für diese Entwicklung sei der im vergangenen Jahr erreichte Rekordstand bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Die Zahl der sozialversicherten Arbeitnehmer stieg im Jahr 2014 um 424.000 Arbeitnehmer und gleichzeitig ging die Anzahl der Selbstständigen um 52.000 Personen zurück. Viele ehemals privatversicherte Selbstständige mussten nach dem Eintritt in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung unter der Entgeltgrenze von der Privatkrankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wechseln.





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