Beiträge Privatkrankenversicherung zu teuer – Was tun?

PKV Kosten reduzieren-


Die sich einst als „ideal“ herausgestellte Privatkrankenversicherung könnte plötzlich ein „Klotz am Bein“ werden, wenn die über Jahre angestiegenen Beiträge nicht mehr bezahlt werden können. Einige Möglichkeiten stehen Privatversicherte offen, die Prämien spürbar zu senken. Allerdings verringern sich die Chancen je älter der Versicherte und je länger der Versicherungsvertrag Bestand hat.

Zahlreiche Möglichkeiten der Kostenreduzierung

PKV Beiträge sparen
Wie Einsparungen mit der PKV erreichen?

Die Privatkrankenversicherung (PKV) kann gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse durchaus die besseren Leistungen zu günstigeren Beiträgen anbieten. Das gilt insbesondere für junge Leute, die sich in „frischer Vollbeschäftigung“ bereits von Beginn an ein dauerhaft hohes Einkommen sichern konnten. Selbstständigen steht es generell frei, sich für eine PKV zu entscheiden. Der Selbstständige, wie z.B. der Einzelunternehmer, kann aber auch bei der Gesetzlichen verbleiben.

Der „Idealfall“ für eine private Krankenversicherung“
Jung, kerngesund und als Angestellter mit einem monatlichen Einkommen über der sog. Versicherungspflichtgrenze (2012: ab 50.850,- Euro jährlich) werden von den Versicherungsgesellschaften förmlich „von der Straße weggerissen“. Ideale Voraussetzungen, um die Vorzüge einer Privatkrankenversicherung voll abschöpfen zu können.

Einsteiger in die Selbstständigkeit werden dagegen schon etwas „skeptischer“ betrachtet. Schließlich stehen die Eigenverantwortlichkeit und der Geschäftserfolg im direkten Zusammenhang mit der Liquidität für Beitragszahlungen.

Mit den Versicherungsjahren vollzieht sich jedoch ein schleichender Prozess, der sich irgendwann sogar als existenzbedrohend herausstellen könnte. Beinahe jährlich erhöhen die Versicherer ihre Beiträge zu PKV. Jedes Jahr einige Prozent höhere Prämien können sich nach 15 oder 20 Versicherungsjahren als durchaus sehr problematisch herausstellen.

Wächst die berufliche Karriere samt Einkommen mit, dürfte die Verteuerung kaum schmerzen. Anders sieht es jedoch aus, wenn das Einkommen unverändert bleibt oder sogar abfällt. Auch können Veränderungen im Privatleben eine völlig neue finanzielle Situation hervorrufen, die Versicherungsbeiträge als puren Ballast erscheinen lassen.

Der „schlimmste Fall“ für einen Privatversicherten
Das Alter von 55 Jahren ist bereits überschritten, das Einkommen hat sich plötzlich dramatisch reduziert und die Angehörigkeit beim gleichen Versicherer geht über zwei Jahrzehnte hinaus. Wobei sich die Nachteile einer mehrjährigen Versicherungsdauer schon ab einem erheblich kürzeren Zeitraum bemerkbar machen könnten.

In diesem Fall wäre ein Wechsel der PKV von mehr Nachteilen behaftet, als dass günstigere Prämien je für einen Ausgleich sorgen könnten. Der Weg zu einer gesetzlichen Krankenkasse ist für Versicherte ab 55 Jahren versperrt.

Die Möglichkeiten teure PKV-Beiträge einzusparen

Der Blick auf die sog. „Basistarife“
Die Basistarife sind derart „mager ausgestattet“, dass alleine der Begriff schon mehr Leistungen suggeriert, als tatsächlich dahinter stecken. In vielen Bereichen erhalten Mitglieder der Krankenkassen im Rahmen der Regelleistungen mehr zugesprochen als Privatversicherte im „Basistarif“. Die dicke Überraschung kommt just in dem Moment, wenn der aufgesuchte Arzt die Behandlung ablehnt. Mediziner sind nicht dazu verpflichtet Basis-Versicherte überhaupt zur Behandlung anzunehmen.

Besonders miserabel stehen die „Minder-Tarife“ da, wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis berücksichtigt wird. Basis-Leistungen deuten noch lange nicht auf besonders geringe Beiträge hin. Der Höchstsatz liegt immerhin bei knapp 600,- Euro.

Auch für die Versicherungsgesellschaften haben sich die Basis-Tarife teils als ein „Flop“ herausgestellt. Ursprünglich eingeführt, um auch die bisher nicht versicherten Selbstständigen nach Einführung der Versicherungspflicht auffangen zu können, aber letztendlich hat sich diese Tarifstufe als ein „Auffangbecken“ von „Zahlungsverweigerer“ entwickelt. Inzwischen haben einige Versicherer diese Variante für Neuankömmlinge aus dem Portfolio gestrichen.

Umstieg auf Standardtarife
Je nach dem bestehenden Leistungsumfang des gewählten Tarifs können erhebliche Kosten eingespart werden, wenn der „hausinterne“ Standard-Tarif ausgewählt wird. Mit den Abstrichen von Leistungen, die ggfs. über Jahre gar nicht in Anspruch genommen wurden, sinken die monatlichen Beiträge teils erheblich. Ein weiterer enormer Vorteil ist der Beibehalt der bereits über Jahre angewachsenen Altersrückstellung.

Die Überlegung den Anbieter zu wechseln
Der Wechsel der Privatversicherung rentiert sich in der Regel nur in jungen Jahren und wenn die Dauer der bisherigen Versicherung noch relativ kurz ist. Sollte der Vertrag vor dem 01.01.2009 abgeschlossen worden sein, sind die bisherigen Anteile der Altersrückstellung verloren.

Während der Laufzeit entnehmen die Versicherer einen Teil der Beiträge für die Bildung eines finanziellen Puffers. Nach Vollendung des 65. Lebensjahres kommen die „Einlagen“ in der Altersrückstellung zur Geltung und werden dafür verwendet, die fälligen Monatsbeiträge anteilig zu mindern.

Je später der Wechsel vollzogen wird, desto höher können die Verluste der verlorenen Rückstellungen ausfallen (Verträge vor 01.01.09). Dazu kommt die geringere Chance überhaupt einen bedeutend günstigeren Anbieter zu finden. Mit dem zunehmenden Alter erhöhen sich automatisch die Prämien aufgrund höherer Krankheitsrisiken. Eine Privatkrankenversicherung ist nicht dazu verpflichtet, einen Kunden aufzunehmen. Bestehen bereits ernsthafte Vorerkrankungen, könnte die Anfrage durchaus mit einer Absage beantwortet werden.

Teilbereiche der Tarifstufe umstellen
Beitragsabsenkungen können auch dadurch erreicht werden, wenn mit dem Versicherer eine höhere Selbstbeteiligung vereinbart wird. Die monatlichen Prämien sinken, dafür muss der Privatpatient bei Leistungsansprüchen entsprechend tiefer in die eigene Tasche greifen.

Angehobene Eigenleistungen könnten allerdings zu einer Falle werden, wenn z.B. die Krankheit, oder der Unfall schwerwiegende und sehr teure Behandlungskosten nach sich zieht. Für Selbstständige rechnet sich die Änderung im Tarif unmittelbar. Angestellte sollten jedoch bedenken, dass die Selbstbeteiligung zu 100% selbst getragen wird, die monatlichen Beiträge der Arbeitgeber jedoch mitfinanziert.

PKV verlassen und zur Gesetzlichen zurück kehren
Eine von zwei unterschiedlichen Voraussetzungen muss erfüllt sein, damit der Privatversicherte zur Krankenkasse wechseln kann. Entweder fällt das Einkommen dauerhaft unter die derzeit gültige Versicherungspflichtgrenze, oder „schlimmer“, wenn der Versicherte arbeitslos wird. Für Privatkrankenversicherte ab dem Lebensalter von 55 Jahren bleiben bei den derzeitigen Bestimmungen die Pforten für eine Rückkehr verschlossen. Hier können für Beitragsreduzierungen nur andere Alternativen geprüft werden.

Der „Königsweg“ – In einen „Brand-aktuellen“ Tarif wechseln
Weder ein Versicherungswechsel, noch eine Abstufung in einen „alten“ Standardtarif, noch die teils riskante Anhebung der Selbstbeteiligung sind notwendig, um ein Maximum des Preis-Leistungs-Verhältnisses ausschöpfen zu können.

Die Privatversicherer „plakatieren“ niemals diesen für Kunden bereits vom Gesetz offen gehaltenen Weg. Der interne Wechsel zu einem aktuellen Tarif der gleichen Gesellschaft. Über die Jahre hinweg entwickeln die Unternehmen stets neue und zeitgemäße Varianten der PKV, die den Neukunden offen angeboten, aber den Bestandskunden vorenthalten werden. Dabei haben Versicherte dank des Versicherungsvertragsgesetzes das Recht auf einen „gleichartigen Versicherungsschutz“, ohne dass Risikozuschläge angerechnet, oder eine erneute Gesundheitsprüfung angefordert werden.

Einsparungen um die 40% der bestehenden Prämien bei gleichwertigen Leistungen können durchaus herausgeholt werden. Nur die Versicherer „verschweigen“ diese Möglichkeiten und setzen sich u.a. auch durch Tricks heftig zur Wehr. Dennoch müssten sie den Versicherten einen bestehenden günstigeren Tarif wechseln lassen, wenn dies so gewünscht wird.

Das Team von Widge.de hat sich genau auf diesen speziellen Fall konzentriert, Privatkrankenversicherte zu einem günstigeren PKV-Tarif zu verhelfen, ohne die Nachteile von Verlusten einer Alterungsrückstellung in Kauf nehmen zu müssen. Weitere Infos zu den Leistungen von Widge.de.

Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

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