PKV kritisiert SPD-Vorschlag einer einheitlichen Gebührenordnung

Gesundheitswesen-


Der Verband der Privatkrankenversicherung kritisiert den Vorschlag aus den Reihen der SPD, im Gesundheitswesen eine einheitliche Gebührenordnung einzuführen. Dies sei ein erster Schritt in die Bürgerversicherung.

Für Kassenpatienten drohten Beitragserhöhungen

Arzneimittelkosten
Einheitliche Gebührenordnung bringe Nachteile

Die von der SPD geforderte sog. Bürgerversicherung im Gesundheitswesen war den Privatversicherern schon immer ein Dorn im Auge. Eine einheitliche Bürgerversicherung als Ersatz für die heutigen Unterschiede in der Privatkrankenversicherung sowie der Gesetzlichen Krankenversicherung würde die Lage im Gesundheitswesen insgesamt verschlechtern, so der Tenor.

Eine von Teilen der SPD nun vorgeschlagene einheitliche Gebührenordnung sei lediglich ein Umweg mit dem gleichen Ziel. Für Volker Leienbach, Direktor des PKV-Verbandes wäre „eine einheitliche Gebührenordnung für Ärzte der Einstieg in die Bürgerversicherung durch die Hintertür.“ Für die Menschen bedeutete dieser Schritt eine Verschlechterung in der gesundheitlichen Versorgung. Die Versicherten würden höheren Belastungen ausgesetzt.

Die Einnahmen für Ärzte, Physiotherapeuten oder Hebammen würden ohne die Mehrzahlungen der Privatversicherten sinken. Die Konsequenz wäre die Einstellung von Leistungen in Teilbereichen. Auf die Versicherten kämen Beitragsanhebungen zu, wenn diese Einnahmeverlustse von der Gesetzlichen Krankenversicherung kompensiert werden soll.“Für einen Durchschnittsverdiener sind das ungefähr 400 Euro im Monat“, so Leienbach. Das wolle niemand.


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