Risiken Pflegefall: Deutsche verlassen sich zu sehr auf den „Staat“

Pflegefall-


Den Bundesbürgern ist das Risiko ein Pflegefall zu werden durchaus bewusst. Viele Deutsche verlassen sich jedoch auf ausreichende Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung und kümmern sich nicht weiter um eine private Zusatzvorsorge.

Pflegerisiko

Das Pflegerisiko wird gut eingeschätzt, aber die staatlichen Leistungen überschätzt

Relativ große Unbekümmertheit zu den Risiken eines Pflegefalls

So unbekümmert wie die deutschen Sparer nach wie vor ihre Gelder auf niedrigverzinste Sparbücher und Girokonto liegen lassen, so gelassen sehen sie offenbar auch den Risiken eines Pflegefalls entgegen. Den Bundesbürgern ist zwar das Pflegerisiko bewusst, aber sie rechnen im Falle des Falles mit dem Einspringen „des Staates“. Ein fataler Irrtum, der vor allem bei den Aussichten auf die Renten zu einem finanziellen Totalausfall führen könnte, inkl. für die nächsten Angehörigen.

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherungen werden von den verantwortlichen Politikern selbst als eine Art „Halbkasko-Versicherung“ bezeichnet. Von einer vollumfänglichen finanziellen Absicherung im Pflegefall kann nicht die Sprache sein. Ebenso wie bei der Rentenversicherung setzt die Bundesregierung auf die gesetzlichen Leistungen als Basis und der „Rest“ muss mit privater Vorsorge gestemmt werden.

Eine private Pflegeversicherung ist bis dato nur von einer Minderheit der Bundesbürger abgeschlossen worden. Ein Teil der Deutschen zeigt sich unbekümmert und ein Großteil in „bester Hoffnung“ auf die gesetzliche Pflege, so das Umfrageergebnis der von Gothaer Versicherung beauftragten forsa-Studie.

„Pflegefall: Der Staat wird sich schon darum kümmern“

Mit 80 Prozent wiegt sich die deutliche Mehrheit der Befragten im Glauben, dass die gesetzliche Pflegeversicherung für die Pflegekosten aufkommen wird. 69 Prozent sehen die private Pflegeversicherung in der Leistung stehen und 62 Prozent der befragten Personen wissen immerhin um die Gefahren für das eigene Vermögen. 61 Prozent glauben die Krankenversicherung in der Pflicht stehen. Das Sozialamt wird von knapp der Mehrheit (55%) als „Leistungsträger“ im Pflegefall stehen. Mit 52 Prozent ist es auch eine Mehrheit, die daran glaubt, dass die gesetzliche Rentenversicherung für die Pflegekosten aufkommt.

Besonderen „Optimismus“ zeigten 7 Prozent der Befragten. Sie glauben von ausreichenden Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Weitaus skeptischer zeigten sich 87 Prozent. Die Skeptiker gehen von unzureichender Deckung durch die gesetzliche Pflegeversicherung aus.

Knappes Drittel besitzt eine private Pflegeversicherung

Neben der gesetzlichen Pflegeversicherung haben 32 Prozent der Befragten eine private Zusatzversicherung abgeschlossen. Auf der anderen Seite bleiben 67 Prozent, die eben noch keine private Pflegezusatz-Police in der Schublade liegen haben.

Personen ab 45 Jahre und Erwerbstätige mit einem Einkommen von mehr als 4.000 Euro mtl. sind mit einem Anteil von 35 Prozent, bzw. 40 Prozent überdurchschnittlich oft mit einer Pflegezusatzversicherung ausgestattet.

Wie sieht es um die Elternpflege aus?

Wer als pflegebedürftiger Mensch über keine ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um die Pflegekosten voll zu decken, wird das Sozialamt einspringen, aber zuerst die nächste Verwandtschaft „abklopfen“. Zu den Verwandten ersten Ranges zählen die eigenen Kinder und diese werden auch zur Kasse gebeten, wenn es ihre finanzielle Lage erlaubt. Bei der Frage, ob dieser Umstand im Pflegefall bekannt ist, antworteten 80 Prozent der Befragten mit Ja, wobei die jüngeren Menschen im Alter von 30 Jahren anteilig mit 61 Prozent deutlich weniger aufgeklärt sind.

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist die jüngste Säule des sozialen Systems in der Bundesrepublik und hat dabei schon die eine und andere Reform hinter sich gebracht. Nach Reformen sehen die in Aussicht gestellten Leistungen meist besser aus, sind dies unterm Strich jedoch nur selten. Mehr Ausgaben benötigen irgendwo auch mehr Einnahmen oder Subventionen aus Steuermitteln. Für einen Pflegefall in der Stufe III reichen die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung „hinten und vorne“ nicht aus. Der Betroffene muss entweder seine Altersbezüge (z.B. Rente) in Anspruch nehmen, sein ggfs. angesammeltes Vermögen einsetzen, oder auch die eigenen Kinder vom Sozialamt behelligen lassen.

Aufgrund der steigenden Lebenerwartung steigt auch das Risiko an, zu einem Pflegefall zu werden. Abhilfe gegen das finanzielle Aus im Pflegefall kann zur gesetzlichen Pflegeversicherung eine private Pflegezusatzversicherung schaffen.

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