Privatversicherer warnen vor Pflegebeitragssatz von 8 %

Pflegeversicherung –


Die privaten Krankenversicherer warnen erneut vor den Folgen des demografischen Wandels auf die Entwicklung des Beitragssatzes der gesetzlichen Pflegeversicherung. Es drohe ein Nachteil in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

Lobbyvereinigung

Verband Krankenversicherer plädiert zum Schutze der Wirtschaft für mehr Eigenverantwortung

Pflegebeitragssatz droht auf bis zu 8 Prozent zu steigen

Der Dachverband der Privaten Krankenversicherungen warnt erneut ausdrücklich vor den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Soziale Pflegeversicherung (SPV). Anhand einer quasi selbst erstellten Studie kommt der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) zum Ergebnis, dass der Beitragssatz für die SPV bis zum Jahr 2040 auf bis zu knapp 8 Prozent ansteigen könnte.

Das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) warnt daher vor einer „enormen Mehrbelastung“, da der Beitragsanstieg auf 4,1 Prozent bereits zu Beiträgen von über 38.000 Euro für einen im Jahr 1989 geborenen Durchschnittsverdiener führen könne. Dies seien bereits rund 50 Prozent mehr als für einen Arbeitnehmer, der im Jahr 1966 geboren wurde. Dies stellte jedoch eine untere Grenze da, denn falls die Einnahmen und Ausgaben der Pflegeversicherung weiter auseinandergehen sollten, könne der Beitragssatz bis 2040 sogar bei 5 bis knapp 8 Prozent liegen.

Darüber hinaus drohe der anvisierten 40-Prozent-Grenze bei der Sozialabgabenbelastung eine Überschreitung. Im Bundesgebiet liege im OECD-Vergleich bereits heute schon die zweithöchste Steuer- und Abgabenquote vor. Damit bestehe außerdem die Gefahr, dass die deutsche Wirtschaft im internationalen Wettbewerb zurückfalle.

Damit die nachfolgenden Generationen nicht noch mehr belastet werden, gebe es lt. dem Verband daher nur eine Lösung. Die zusätzlichen Pflegeleistungen müssen kapitalgedeckt abgesichert werden.

Unabhängige Studie?

Die Wirtschaft müsse geschützt werden und damit fiele auch die Finanzierung der Pflege in den Verantwortungsbereich der Arbeitnehmer. Ganz nach dem Motto: Mehr Eigenverantwortung. Ein höherer Beitragssatz für die Pflegeversicherung führte zwangsläufig auch zu höheren Ausgaben für die Arbeitgeber und dagegen scheint das Argument der Wettbewerbsfähigkeit nach wie vor sehr hilfreich zu sein. Wenn der hauseigene wissenschaftliche Dienst zum Ergebnis kommt, dass die kapitalgedeckte Finanzierung forciert werden müsse, sprich der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung, dann müsste auch der Nachweis erbracht werden, dass dieses Ergebnis nicht von einer gewissen Eigennützigkeit eingefärbt ist.

Hierzulande herrscht die zweithöchste Abgabenlast vor und dennoch erklärte selbst Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) den deutschen Arbeitsmarkt als den „erfolgreichsten Niedriglohnsektor“ Europas. Die nach wie vor horrend hohen Exportüberschüsse sowie deren Anstiege in den vergangenen Jahren zeugen auch nicht gerade von einer verminderten Wettbewerbsfähigkeit trotz der bisher gestiegenen Abgaben auch für Arbeitgeber. Das Kapitalverschiebe- und Anschreibe-System in der Eurozone, Target-2, weist für den deutschen Steuerzahler einen Außenstand von rund 900 Milliarden Euro auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit scheint es in Wirklichkeit, auch aufgrund der Lohndrückerei, nicht schlecht bestellt zu sein.

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