PKV kritisiert FDP-Politiker scharf für Pflege-Vollversicherung

Pflegeversicherung –


Der Modus einer Teilkasko-Versicherung der Gesetzlichen Pflegeversicherung soll in eine Vollkasko-Versicherung ausgeweitet werden. Mit diesem Vorschlag eckte der Gesundheitsminister Schleswig-Holsteins beim Verband der Privaten Krankenversicherung kräftig an. Der PKV empfiehlt dem FDP-Politiker der Linie seiner Partei treu zu bleiben.

Generationsvertrag

PKV: Pflegevollversicherung werde die folgenden Generationen benachteiligen

Der Vorschlag einer gesetzlichen Pflege-Vollversicherung sei unverantwortlich

Bisher gilt die Soziale bzw. Gesetzliche Pflegeversicherung als eine sog. Teilkasko-Versicherung. Mit den vom Brutto-Lohn abverlangten Beiträgen erhält der Pflegebedürftige lediglich die Kosten für eine Grundversorgung bezahlt. Schleswig-Holsteins Sozial- und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) schlug nun die Ausweitung der Sozialen Pflegeversicherung zu einer Vollkasko-Variante vor. Bezahlen soll die Mehrkosten der Bund mit weiteren Zuschüssen in Milliardenhöhe.

Dieser Vorschlag des FDP-Politikers kommt bei den Privatversicherern ganz und gar nicht gut an. Als Anbieter einer privaten Pflegeversicherung sehen sie wohl ihre Felle davon schwimmen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) sprang unmittelbar in die Presche und wirft dem Gesundheitsminister sogar Verantwortungslosigkeit vor. Es sei zwar „bedenkenswert“, die Leistungen in Pflege- und Krankenversicherung besser zu verzahnen, aber es sei jedoch völlig unverständlich, dies mit einer umlagefinanzierten Vollversicherung in der Pflege zu verbinden. Der Beitragssatz der Pflegeversicherung würde unmittelbar verdoppelt und auf mehr als 6 Prozent getrieben werden. Der PKV kritisiert auch den Zeitpunkt, in der die Soziale Pflegeversicherung zu einer Vollversicherung umgestaltet werden solle. Derzeit leiste die Generation der Babyboomer noch einen „überproportionalen Finanzierungsbeitrag“. Der Verband stellte die Frage in den Raum, wie hoch der Pflege-Beitragssatz erst steigen werde, wenn die Babyboomer in 10 Jahren selbst in Rente gehen. Dies habe letztendlich das Kippen des Verhältnisses zwischen Jung und Alt sowie die Benachteiligung der kommenden Generationen zur Folge.

PKV schlägt Garg die Treue zur bisherigen FDP-Linie vor

Der Verband empfiehlt dem Gesundheitsminister Garg, der Linie seiner Partei treu zu bleiben. Die zentrale Botschaft der von der FDP erst in vergangener Woche vorgelegten vier Maßnahmen enthalte eine „generationsgerechte Finanzierung der Pflege“ und diese sei nur „über mehr Eigenvorsorge und Kapitaldeckung zu haben“.

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