Pflegefall in Familie: Frauen ungleich höher belastet als Männer

Familien mit Pflegefällen-


Ein Pflegefall betrifft stets mehr als nur eine Person. Ein Großteil aller pflegebedürftigen Personen wird von den eigenen Familienangehörigen betreut. Die Belastungen durch die Pflege einer Person sind enorm und zählen bei den Deutschen als die größte „Angst-Schwelle“, sich mit dem Thema ausführlich zu beschäftigen. Doch Verdrängung ist kein Lösungsweg.

Pflege in Familie

Im Mittelpunkt steht die Pflegeperson. Familienangehörige stehen ebenfalls mittendrin

Pflegefälle in Familien belasten Frauen stärker als Männer

Die Erwartung dramatisch ansteigender Pflegefälle gilt als unumstritten. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen nicht die Wahrscheinlichkeit einer solchen Entwicklung sondern die Finanzierungsmöglichkeiten der kommenden Mehrbelastungen. Erhöhte Kosten für Pflegepersonal, verbesserte Pflegeleistungen und auch die (überfällige) Berücksichtigung der Demenzerkrankungen werden bereits ausführlich behandelt. Die Koalitionäre einigten sich zu diesem Thema erst vergangene Woche auf eine Erhöhung der Pflegebeiträge.

Ein Pflegebereich wurde jedoch immer ein wenig „stiefmütterlich“ behandelt. Soweit Finanzierung und pflegebedürftige Personen in den Vordergrund gerückt wurden, sind die Angehörigen der Pflegebedürftigen immer etwas in den Hintergrund geraten. Der Pflegefall betrifft jedoch die gesamte Familie.

Von rund 2,5 Millionen pflegebedürftigen Personen in Deutschland werden lt. Statistischem Bundesamt (Destatis) rund zwei Drittel von den Familienangehörigen betreut. Eine enorme Belastung nicht nur in finanzieller sondern auch in sozialer Hinsicht. Die Pflege eines Familienangehörigen erfordert die Zurückstellung der eigenen Bedürfnisse in einem erheblichen Umfang und dies gilt bei den Bundesbürgern als die größte Belastung.

Zwei Drittel der Deutschen sehen die Einschränkung der eigenen Person und Handlungsfreiheit als die vermutlich größte Belastung in einem Pflegefall innerhalb der Familie an. Das ergab eine repräsentative Umfrage von forsa im Auftrag des Versicherungsunternehmens Axa. Die Angst vor zu hohen finanziellen Belastungen wurde demnach von 63 Prozent der Befragten genannt. Zurückstellungen im eigenen Berufsleben als Folge einer zu pflegenden Person werden von 61 Prozent der Deutschen befürchtet. Doch trotz des Bewusstseins über die psychischen, physischen und finanziellen Risiken scheint das Thema Pflege innerhalb der Familie nur eine untergeordnete Rolle zu spielen.

Frauen und Männer mit unterschiedlichem Betrachtungswinkel

Pflege ist zwar ein Begriff, aber bei der gedanklichen Umsetzung in die eigene Familie sind meist die Grenzen gesetzt. 40 Prozent der befragten Bundesbürger haben sich über das Thema Pflegebedürftigkeit noch keinerlei Gedanken gemacht. Wobei sich die Frauen jedoch mit 34 Prozent gegenüber den Männern (über die Hälfte) deutlich weniger unbekümmert zeigten. Ein Pflegefall in der Familie würde die Frauen mit rund 50 Prozent ohnehin weitaus stärker als die Männer (rund 33 Prozent) belasten. Dementsprechend ausgeprägt ist auch der Unterschied zum Bewusstsein zu den Folgen einer pflegebedürftigen Person in der Familie. Beinahe zwei Drittel der weiblichen befragten Personen erkennen in der möglichen Erkrankung eines Familienangehörigen ein Problem, Männer dagegen nur zu 45 Prozent.

Die „unbekümmerte Jugend“ – Pflege ein futuristisches Gebilde

Eine deutliche Mehrheit der jungen Menschen unter 30 Jahre zeigte sich zum Thema Pflegebedürftigkeit sehr unbekümmert. 65 Prozent in dieser Altersgruppe haben sich noch nie mit diesem Thema auseinander gesetzt. Hans-Josef Schmitz, Direktor Geschäfts- und Produktpolitik der AXA Krankenversicherung, äußerte sich zu diesem Ergebnis kaum überrascht, „das ist erst einmal wenig verwunderlich, denn für viele ist dieser Lebensabschnitt noch weit weg“. Das ändert jedoch nichts an den sehr kurzsichtigen Blick, sollte die Pflege aufgrund der „fernen Zukunft“ erst zu einem viel späteren Zeitpunkt in Betracht gezogen werden.

„Wer schon in jungen Jahren ans Alter denkt und privat vorsorgt, kann die finanziellen Belastungen im Fall einer Pflegebedürftigkeit für sich, aber auch die Angehörigen, einschränken und sich ein finanzielles Polster schaffen“, erklärte Schmitz. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt im Pflegefall lediglich einen Teil der tatsächlich auftretenden Kosten. Eine private Pflegeversicherung dient als ein finanzieller Schutz in doppelter Hinsicht. Einmal werden die Finanzierungslücken durch die gesetzliche Pflege verringert, je nach Pflegefall und Vertragsleistungen sogar geschlossen und darüber hinaus schützt die Privatvorsorge Renteneinkünfte und bestehendes Vermögen der Pflegepersonen, in letzter Instanz sogar das Kapital der Familienangehören.

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