Demografischer Wandel hebt Brisanz Pflegeversicherung hervor

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Ein „heißes Eisen“ aber nach wie vor unterschätzt. Der Pflegefall im hohen Alter wirft nicht nur sämtliche Pläne über Bord sondern könnte dafür Sorge tragen, zu einem Sozialfall zu werden. Finanzielle Pflegelücken greifen die Rentenbezüge, das Ersparte und ggfs. das Vermögen der eigenen Kinder an. Der Staat hat mit „Pflege-Bahr“ wichtige Zeichen gesetzt.

„Jede zweite Frau wird im Alter zu einem Pflegefall“

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Noch unterschätzte Risiken
Bild: Frank Radel / pixelio.de

Bereits der erste Blick auf die sich ständig wandelnde Demografie in der Bundesrepublik lässt erahnen, was einem selbst in der Zukunft erwarten könnte. Die stets steigende Lebenserwartung in einer Gesellschaft, die bereits heute die zweitälteste Bevölkerung der Welt vorweist, verspricht zwar einen erfüllten Lebensabend nach Eintritt in das Rentenalter, allerdings nur wenn nicht zwischen den Morgen- und Abendstunden am Hungertuch genagt werden muss.

Sollten die Rentenbezüge für ein Halten des gewohnten Lebensstandards ausreichend sein, könnte dieser Umstand bereits in weniger als 20 Jahren zu den Ausnahmefällen gehören. Doch bereits heute weisen die Statistiken darauf hin, dass auch dieser „glückliche Umstand“ ein jähes Ende finden kann, sobald der Pflegefall eintritt.

Jede zweite Frau und jeder dritte Mann werden im Alter zu einem Pflegefall und der Zusammenhalt in der Familie gerät angesichts der zu erwartenden 40 Prozent Singlehaushalte in arge Bedrängnis.

Selbst die Bundesregierung reagiert mit der Einführung der „Pflege-Bahr“ auf die drohenden Versorgungslücken im Pflegefall, trotz gesetzlicher Pflegeversicherung. Selbst wenn die Förderungen zur Pflegezusatzversicherung in Härtefällen zu einem eher „symbolischen Nutzen“ verkümmern kann, zählt jedoch überwiegend das unmissverständliche Signal für mehr „Eigenverantwortung“.

Nach wie vor zählt die Pflegevorsorge nicht zu den bevorzugtesten Vorsorgemaßnahmen der Bundesbürger. So weist auch die Deutsche Familienversicherung (DFV) darauf hin, dass mit der gesetzlichen Pflegeversicherung vom Staat nur ein Teil der anfallenden Pflegekosten erstattet wird.

Das änderte allerdings nichts am finanziellen Aufwand für den einzelnen Pflegefall. Der Betroffene muss die Differenz aus Kosten und Erstattung durch die gesetzliche Pflegeversicherung aus der eigenen Tasche begleichen. In der Praxis hält dafür die Rente her und wenn das nicht ausreicht, ggfs. auch das über Jahre angesparte Kapital. Am Ende könnten sogar die eigenen Kinder für den finanziellen Ausgleich in Verantwortung gezogen werden. Andernfalls schnappt die „Sozial-Falle“ sehr schnell zu.

Heute bereits zeichnet sich ab, dass etwa 40% der Leistungsempfänger mit steigender Tendenz in der Pflegestufe III eingereiht sein werden. Auch wenn die Pflegezusatzversicherung von den Verbrauchern noch etwas „stiefmütterlich“ angesehen wird, erhält diese in die Zukunft hinein immer mehr an Gewicht und je früher mit der Vorsorge begonnen wird, desto besser.

Ab dem 21. Dezember 2012 einschneidende Veränderungen
Die neuen Unisex-Tarife wirken sich insbesondere auf die Pflegezusatzversicherung aus. Bisherige „Geschlechtertrennungen“ wird es nicht mehr geben und für Frauen und Männer zählt ein einheitliches Preis-Leistungs-Paket. Männer werden jedoch deutlich mehr Beiträge zahlen müssen (bis zu +30%), während Frauen zur Pflegevorsorge entlastet werden (um bis zu -25%). So erklärt auch Philipp J. N. Vogel, Vorstand der DFV Deutsche Familienversicherung AG, „Männer sollten sich vor dem Stichtag noch die aktuellen, günstigeren Tarife sichern. Je nach Umfang des Vertrages kann das, über die Vertragslaufzeit gerechnet, eine Ersparnis von bis zu 5.000 Euro und mehr bedeuten“.

Individualisierung zu Pflegevorsorge
Die Pflegezusatzversicherung ist ein „komplexes Gebilde“, welche nicht einfach wie Aushängeware an der Kasse mitgenommen werden sollte. Ausschlaggebend ist vor allem ein spezielles Augenmerk auf möglichst umfassende Leistungen. Der DFV Vorstand Vogel weist darauf hin, dass die Pflegevorsorge in erster Linie auf die Bedürfnisse des Kunden orientiert werden sollte und individuelle Leistungsbausteine miteinander kombinierbar sind. Letztendlich wäre es unerheblich, ob der Versicherungskunde vorzugsweise im Heim oder zu Hause betreut werden möchte, die Leistungen sollen stets auf 100% ausgerichtet sein.

Sich lediglich auf die Pflegestufe III versichern zu wollen, könnte sich nachträglich als ein Fehler herausstellen. Entscheidender wären die Pflegestufen 0, I und II, so Vogel. Rund 90% der Pflegefälle sind diesen Stufen zuzuordnen. Nicht zu unterschätzen sind Demenzerkrankungen. Diese nehmen ständig zu und sind meist mit sehr hohen Betreuungskosten verbunden. Die Risikoabdeckung Demenz sollte mit einer entsprechend hohen Leistung vereinbart werden, so der DFV-Vorstand Vogel.

Wer mit dem Gedanken spielt, sein Alterssitz ins Ausland zu verlegen, sollte dies bereits beim Abschluss einer Pflegezusatzversicherung berücksichtigen. Eine uneingeschränkte Leistung auch außerhalb Deutschlands wäre eine Voraussetzung. Grundlegend ist der möglichst frühe Einstieg in die Pflegevorsorge ein sehr wichtiger Kostenfaktor, denn mit dem zunehmenden Eintrittsalter steigen die Beiträge merklich an.

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