Zahnzusatzversicherung: Kürzungen der Krankenkassen sorgen für Nachfrage

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Die Kürzungen der Krankenkassen bei den Regelleistungen für den Zahnersatz haben den Zahnzusatzversicherern einen großen Zustrom von Neukunden beschert. Die Anzahl der Versicherungspolicen für Zahnersatz und Zahnvorsorge ist steil angestiegen.

Kassenpatienten berappen rund 76% der Kosten selbst

Zahnzusatztarife
Teurer Spaß: Zahnersatz für GKV-Mitglieder

Etwas mehr als die Hälfte (52%) der Bundesbürger benötigt einen Zahnersatz und wer heute noch mit makellosen Zähnen aufwarten kann, wird später mit großer Wahrscheinlichkeit einen Ersatz brauchen, so die vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) beauftragte Studie. Demnach können 54 Prozent der Bundesbürger mit noch gesunden Zähnen damit rechnen, in Zukunft einen Zahnersatz zu brauchen, wie WirtschaftsWoche (12.08.16) berichtete.

Fast 40 Prozent der befragten Personen benötigten derzeit noch keinen Zahnersatz. 10 Prozent sind sich nicht sicher oder hielten sich mit einer Angabe zurück. Der Anteil der Frauen, die einen Zahnersatz benötigen, liegt mit 53 Prozent etwas höher als bei Männern (51%).

Die steil ansteigende Nachfrage nach Zahnzusatzversicherungen können an den Bilanzen der Versicherer abgelesen werden. Lt. PKV hat sich die Anzahl der privaten Zahnzusatzversicherungen im Zeitraum zwischen 2005 und 2015 annähernd verdoppelt. Im Jahr 2005 hatten demnach rund 7,8 Millionen Menschen eine Zahnzusatzversicherung. Im Jahr 2014 stieg die Anzahl bereits auf 14,4 Millionen Policen. Ein Jahr später lag der Anteil um 3,7 Prozent höher, bei gut 15 Millionen Zahnzusatzversicherungen.

Hohe Nachfrage: Krankenkassen kürzten Regelleistungen

Als Antriebsfeder für die steigende Nachfrage wird die Leistungskürzung der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) gesehen. Seit 2005 bewilligen die Krankenkassen lediglich Festzuschüsse für die Regelversorgung. Kassenpatienten müssen bei einem Zahnersatz den größten Teil selbst bezahlen. Für die Mitglieder einer Krankenkasse lag das Verhältnis bereits im Jahr 2009 äußerst ungünstig.

Nach Berechnungen des Verbands der Ersatzkassen (vdek) ersetzten die Krankenkassen lediglich 24 Prozent der Kosten. Die „restlichen“ 76 Prozent mussten Kassenpatienten aus eigener Tasche bezahlen. Für die GKV fiel im Jahr 2015 für die Zahn-medizinische Versorgung ein Aufwand von ca. 13,5 Milliarden Euro, bzw. rund 6 Prozent der gesamten Ausgaben an.

Für 2016 liegen einige Untersuchungen und Tests der unterschiedlichen Zahnzusatzversicherungen und ihre jeweiligen Testsieger vor.

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