Krankenkassen hinterließen 2020 ein dickes Minus

Krankensystem –


Die gesetzlichen Krankenversicherer hinterließen im vergangenen Jahr 2020 ein riesiges Defizit im Bereich von 2,5 Milliarden Euro. Grund seien die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen sowie die Reform-Bemühungen des Bundesgesundheitsministers.

Krankenversicherungen

Die Krankenkassen kommen mit ihren Einnahmen nicht mehr aus

Dickes Minus nach Plus im 1. Halbjahr

Den Krankenkassen scheint das Geld hinten und vorne nicht mehr zu reichen. Nach einer Periode eines buchstäblich überfüllten Gesundheitsfonds schrieben die Kassen im vergangenen Jahr ein dickes Minus von 2,5 Milliarden Euro und damit um rund 1 Milliarde Euro mehr als ein Jahr zuvor. Unter Berufung auf die Kassenverbände beschreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) (Freitag) die Ersatzkassen mit dem dicksten eingefahrenen Minus im Bereich von 1,1 Milliarden Euro und davon alleine 834 Millionen Euro im letzten Quartal 2020. Auf den ersten Blick sehen die Ergebnisse der AOK mit einem Minus von rund 1 Milliarde Euro zwar weniger dramatisch aus, aber gegenüber der Bilanz des Vorjahres lag der Fehlbetrag um den Faktor Acht höher. Die Innungskrankenkassen steigerten ihr Minus von 231 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 250 Millionen Euro im Jahr 2020. Die Knappschaft steigerte ihren Fehlbetrag auf Jahressicht um das Zweieinhalbfache auf 138 Millionen Euro. Die BKK-Gruppe schloss das Jahr 2020 mit roten 95 Millionen Euro ab. Einziger „Lichtblick“ waren die Agrarkassen mit einem Positivergebnis von 45 Millionen Euro. Für die Betriebskrankenkassen sowie den landwirtschaftlichen Kassen stehe das Jahresergebnis noch offen.

Als angeführter Grund dieses Dammbruchs gilt die im März 2020 definierte Corona-Pandemie. Zwar hatten die Kassen nach dem ersten Halbjahr einen Überschuss in Höhe von 1,3 Milliarden Euro erzielt, da zahlreiche kostenintensive Behandlungen verschoben wurden und die Arztpraxen sowie Reha-Kliniken verwaisten, aber schon während des dritten Quartals führten die Ausgaben zu einem Defizit von rund drei Milliarden Euro. Dies sei den „Nachholeffekten“ geschuldet und vor allem den Kosten der „Corona-Pandemie“. Dazu sei angeführt, dass die vom Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eingeleiteten Reformen zwar die Einnahmen erhöhten, die Ausgaben aber ungleich mehr.

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