Krankenkassen erwirtschafteten im 1. Quartal 2015 dickes Minus

Krankenkassen-


Die Krankenkassen fuhren in den ersten drei Monaten des Jahres 2015 wiederholt ein dickes Minus ein. Das Defizit bewegt sich nach ersten Hochrechnungen bei rund -170 Millionen Euro.

Gesundheitssystem

Das Einnahmen- Ausgaben-Verhältnis war im 1. Quartal 2015 weniger ungünstig als 1 Jahr zuvor

Die Ersatzkassen steuerten für Defizi am kräftigsten bei

Das bereits im letzten Jahr eingeleitete Verlustgeschäft der gesetzlichen Krankenkassen findet im Jahr 2015 eine Fortsetzung. Die vorläufigen Auswertungen zeigen ein dickes Minus von ca. 170 Millionen Euro innerhalb des ersten Quartals 2015.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) veröffentlichte die vorläufigen Ergebnisse zu den Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nach den ersten drei Monaten des Jahres 2015. Das dicke Gesamt-Minus von 170 Millionen Euro bildet sich aus 53,08 Milliarden Euro Einnahmen und 53,25 Milliarden Euro Ausgaben. Immerhin liegt das Defizit im ersten Quartal 2015 deutlich niedriger als noch ein Jahr zuvor.

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) wirtschafteten in den ersten drei Monaten im positiven Bereich und erreichten einen Überschuss von 36 Millionen Euro, gefolgt von der Knappschaft mit einem Plus von 17 Millionen Euro. Die Gruppe der IKK schloss das Quartalsergebnis mit einem Minus von 57 Millionen Euro bereits im tiefroten Bereich ab. Die BKK wies Ende März 2015 ein Minus von 65 Millionen Euro auf. Das größte Defizit fuhren wie auch ein Jahr zuvor die Ersatzkassen ein. Am Ende des ersten Quartals zeigte die Bilanz -101 Millionen Euro an.

Die um rund vier Prozent gestiegenen Ausgaben pro versicherte Person sowie die auf inzwischen 18 Milliarden Euro angestiegenen Kosten für Krankenhausbehandlungen waren die größten Posten. Die Anteile für Pflege-Versorgung (2,3%), Zahnersatz (1,5%) und Impfungen (0,5%) waren dagegen sehr gering.

Der Gesundheitsfonds war zum Stichtag 31. März lt. BMG mit 9,8 Milliarden Euro gefüllt und die Krankenkassen verfügten über eine finanzielle Reserve von ca. 15,5 Milliarden Euro.



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