Kostenpflichtige Extra-Leistungen für Kassenpatienten – Nicht immer freiwillig

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Immer mehr Kassenpatienten nehmen offenbar privat abgerechnete Gesundheitsleistungen in Anspruch, ohne diese Extra-Leistungen auch auf völlig freiwilliger Basis zu wünschen.

Krankenversicherungen

Ein „milliardenschweres“ Extra-Geschäft der Ärzte mit Kassenpatienten

Extra-Gesundheitsleistungen von Ärzten mit Nachrduck eingefordert?

Immer mehr Kassenpatienten werden von ihren Fachärzten darauf angesprochen, ob sie mit zusätzlichen medizinischen Leistungen gegen „Direktzahlung“ einverstanden wären. Die sogenannten IGeL-Leistungen gegen Bezahlung kommen lt. BILD (Montag) unter Berufung ener Studie des WIdO-Instituts der AOK immer häufiger zur Sprache.

Demnach sollten im Jahr 2014 rund 20 Millionen Versicherte beim niedergelassenen Arzt zusätzliche Leistungen bezahlen. Damit war ein Drittel aller gesetzlich Versicherten betroffen.

Das AOK-Institut führte die Studie auch im Jahr 2013 durch und stellte einen Anteil von 29,9 Prozent fest. Die Fachärzte erzielten mit privat abgerechneten Zusatzleistungen Extra-Einnahmen von rund 1 Milliarde Euro. Medizinische Behandlungen an Kassenpatienten via privater Abrechnung kommt besonders bei Gynäkologen vor. Frauenärzte nahmen im Jahr 2014 mit 30,1 Prozent aller IGeL-Leistungen den Löwenanteil ein.

Die Extra-Leistungen scheinen allerdings nicht auf rein freiwilliger Basis ausgeführt zu werden. Offenbar setzen zahlreiche Ärzte die Kassenpatienten unter Druck, indem sie androhen, die Behandlungen einzustellen, falls keine IGeL-Leistungen in Anspruch genommen würden. Ein solcher Vorgang sei „vollkommen inakzeptabel und gesetzwidrig“, so der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann (CDU).



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