Kosten für ambulante ärztliche Versorgung angestiegen

Gesundheitskosten –


Die durchschnittlichen Kosten für ambulante ärztliche Versorgung stiegen weiter an. Für Männer im Alter zwischen 85 und 89 lagen die Behandlungskosten im Schnitt bei 1.200 Euro.

Tomografie

Weiter steigend Gesundheitskosten auch aufgrund zweifelhafter Anwendungen

Behandlungskosten im Bundesgebiet annähernd gleich verteilt

Die Behandlungskosten für die ambulante ärztliche Versorgung lagen im Jahr 2017 im Durchschnitt bei 572,12 Euro pro Versicherten und damit um zwei Prozent höher als ein Jahr zuvor (561,14 Euro), so der jüngst veröffentlichte BARMER Arztreport 2019. Demnach benötigten von 100 Versicherten 82 eine ambulante ärztliche Versorgung. Auf die Anzahl der im Bundesgebiet lebenden Menschen hochgerechnet nahmen im Jahr 2017 rund 77 Millionen eine ambulante medizinische Hilfe in Anspruch. Der Anteil ist über das Bundesgebiet annähernd gleichmäßig verteilt, da der geringste Prozentsatz mit 92,2 Prozent in Berlin nicht weit weg ist vom höchsten Anteil mit 93,9 Prozent im Saarland.

Die Behandlungskosten für Frauen fielen mit durchschnittlich 646 Euro pro Fall wesentlich höher aus als die für Männer (496 Euro). Die geringsten Kosten verursachten Männer in der Altersgruppe 20 bis 24 Jahre (221 Euro). Die höchsten Behandlungskosten fielen ebenfalls auf Männer zurück, jedoch in der Altersgruppe 85 bis 89 Jahre (1.200 Euro).

Im Jahr 2017 betrugen die Diagnosen einer Erkrankung am Rücken und an der Wirbelsäule anteilig 35,4 Prozent der Bevölkerung. (39,5 % Frauen, 31,3 % Männer). Ein knappes Drittel (30,3 %) der Frauen und Männer suchten die ambulante Behandlung aufgrund von akuten Infektionen der oberen Atemwege auf (31,6 % Frauen, 28,9 % Männer). Bei 29,1 Prozent der Bevölkerung stellten die Ärzte Bluthochdruck fest (29,3 % Frauen, 28,9 % Männer).

Reizdarmerkrankung rückten in den Mittelpunkt

In den Mittelpunkt stellte BARMER die zunehmenden Diagnosen eines Reizdarms. Die Zahl der Betroffenen im Alter von 23 bis 27 Jahre stieg in den Jahren 2005 bis 2017 von knapp 40.000 auf rund 68.000 an. Eine Zunahme um 70 Prozent. Im Jahr 2017 erhielten über 200.000 Betroffene eine Magnetresonanztomografie (MRT) und über 130.000 eine Computertomografie (CT), obwohl diese Mittel bei Reizdarm nur einen zweifelhaften Nutzen hätten. Dazu kommen, dass rund 100.000 Menschen opioidhaltige Schmerzmittel erhielten, welche ein Risiko zur Abhängigkeit darstellten. „Menschen mit Reizdarmsyndrom leiden nicht an einer rein körperlichen Erkrankung. Das muss bei Diagnostik und Therapie stärker berücksichtigt werden“, so BARMER-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Christoph Straub. Vielmehr sei ein „multidisziplinärer Behandlungsansatz“ nötig, da letztendlich der Darm nicht das einzige Problem sei.




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