Kieler Ökonom: Bis in knapp 50 Jahren wird den Kassen viel Geld fehlen

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Den Gesundheitskassen wird in knapp 50 Jahren ein Billionen-Betrag fehlen, wenn nicht bereits heute auf die derzeitigen Entwicklungen reagiert werde. Auf dem Weg zum Ergebnis der äußerst weitsichtigen Prognose eines Kieler Ökonomen darf jedoch nichts dazwischen kommen.

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Bereits heute „wissen“ wir, wie die Welt in 50 Jahren aussieht

Noch im letzten Jahr 2012 quoll der Gesundheitsfonds für die gesetzlichen Krankenkassen über und „schon“ in 47 Jahren könnte in der ausgelehrten Schatulle ein Finanzloch in der Größenordnung von 1,128 Billionen Euro klaffen.

Wenn nicht bald neue Zuflüsse für die Geldversorgung der gesetzlichen Krankenversicherungen gefunden werden, dann drohe nach den Berechnungen des Kieler Ökonomen Thomas Drabinski ein finanzielles Desaster, bis ins Jahr 2060.

Schon heute wären die Kassen dazu gezwungen, sehr viel Kapital als Reserven für die zukünftige Gesundheitsversorgung bei Seite zu legen. Die Rücklagen wären notwendig, damit in 20 bis 30 Jahren genügend Geld zur Verfügung stehe, so der Kieler Forscher lt. WirtschaftsWoche (Mittwoch). Pro Jahr müsse eine Kapitalreserve in Höhe von ca. 14 Milliarden Euro gebildet werden. Notwendig wären Zuschläge für kinderlose Kassenmitglieder, höhere Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln sowie eine verstärkte Eigenvorsorge der Menschen.

Zur privaten Krankenversicherung müsse die derzeit geltende Altersrückstellung künftig zu den einzelnen Versicherten individuell berechnet werden.

Als einen Grund für diese bedrohliche Entwicklung im deutschen Gesundheitswesen nannte der Forscher die geringe Geburtenquote bei den Menschen, die zwischen 1953 und 1970 geboren wurden. Es gebe zu wenige Kinder und deshalb ginge auch die Quote der Beitragszahler zurück. Bereits in fünf Jahren werde der erste geburtenstarke Jahrgang ins Rentenalter eintreten. Sollte darüber hinaus am aktuellen Versorgungsstandard festgehalten werden, könnte die Finanzierungslücke sogar doppelt so hoch ausfallen.


Eine Prognose für Zu- und Umstände, die rund 50 Jahre in der Zukunft liegen, klingt schon etwas sehr gewagt. „Gemäß es setzte sich so fort was heute gilt“. Der Meteorologe könnte seine Wetterprognose mit dem gleichen Prinzip aufstellen. „In 47 Jahren wird das Hochwasser der Donau einen Pegel von 128m erreichen, sollte sich der heutige Regen auch morgen und darüber hinaus fortsetzen. Gemäß heute unerwarteter Sonnentage ändern sich die berechneten Werte entsprechend. Das Ergebnis hängt allerdings vom Wetter ab.“

„Es wird noch Generationen dauern, bis der Mensch auf dem Mond landet.“
Sir Harold Spencer, Astronom, 1957 – (Die Prognose eines Experten, 12 Jahre vor der ersten Mondlandung)

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