Kassenpatient oder Privatpatient: Wartezeiten Facharzt-Termine

Terminvergaben Fachärzte-


Der Abstand bei den Wartezeiten für Privatversicherte und Kassenpatienten wird immer größer. Im Schnitt warten gesetzlich Versicherte 27 Tage länger auf einen Facharzt-Termin als Privatpatienten.

In Fulda brauchen Kassenpatienten die meiste Geduld

Notlagentarif
Grüne wollen Ungerechtigkeit beenden

Einer der „Werbeslogans“ für die Privatkrankenversicherung bezieht sich auf verkürzte Wartezeiten bei der Wahrnehmung von Terminen bei Fachärzten. Wer privat versichert ist, kommt „gleich an die Reihe“. Stimmt zwar nicht ganz, aber im Vergleich zu den Wartezeiten für Mitglieder von Krankenkassen durchaus vertretbar. Im Extremfall kann der Unterschied mehr als 200 Tagen Wartezeit betragen. So in Fulda, wo ein Privatversicherter seinen Termin schon nach 7 Tagen, der Kassenpatient erst nach 224 Tagen erhielt.

Eine von den Grünen durchgeführte neue Untersuchung bei den Wartezeiten für Privat- und Kassenpatienten zeigt generell große Unterschiede auf. Der Durchschnitt liegt bei 27 Tage längeres Warten für Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Der Trend der erforderlichen Mehrgeduld für Kassenpatienten setzt sich sogar fort. Im Vergleich zu 2013 müssen GKV-Mitglieder nun sogar eine Woche länger warten. Die Fachärzte handhaben die Terminvergabe regional sehr unterschiedlich. Der Durchschnitt liegt bei 11 Tagen Wartezeit für Privatpatienten und bei 38 Tagen für Kassenpatienten. In Fulda liegt das Verhältnis bei 15 zu 56 Tagen, in Frankfurt bei 7 zu 24 Tagen.

Individuelle Terminvergaben der Facharztgruppen

Der Hautarzt lässt die Kassenpatienten im Schnitt 38 Tage länger warten als Privatversicherte. Der Augenarzt fordert von den gesetzlich Versicherten rund 34 Tage mehr Geduld. Relativ ausgeglichen handhaben es dagegen die Hals-Nasen-Ohren-Ärzte. Sie lassen Kassenpatienten im Schnitt „nur“ 8 Tage länger warten.

Das Extrembeispiel gab es in Fulda bei einer Terminvergabe vom Hautarzt. Der Privatpatient hätte schon nach 7 Tagen antreten dürfen, der Kassenpatient erst nach 227 Tagen.

Die Wartezeiten-Untersuchung der Grünen beschränkte sich auf das Bundesland Hessen. Für die fiktiven Terminvergaben wurden in den unterschiedlichen Regionen des Bundeslandes 370 Facharztpraxen angerufen. Jede Praxis wurde zweimal angerufen. Einmal gab sich der Anrufer als Kassenpatient aus, das weitere Mal als Privatversicherter.

Für die Sprecherin für Prävention und Gesundheitswirtschaft von Bündnis 90/Die Grünen, Kordula Schulz-Asche, sind damit die Grenzen längst überschritten. Diese Ungerechtigkeit müsse endlich beendet werden. Sie fordert die Einführung einer solidarischen Bürgerversicherung. Für die Ärzte müsse eine gemeinsame Honorarordnung gelten, damit ausgesuchte Patientinnen und Patienten nicht mehr bevorzugt würden.

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