Kassenmitglieder werden bei Säumniszuschlägen entlastet

Gesetzliche Krankenkasse-


Das Bundeskabinett hat der Reduzierung der Aufschlagszinsen für ausstehende Krankenkassenbeiträge zugestimmt. Künftig werden säumige Beitragszahler einer gesetzlichen Krankenkasse mit einen statt bisher fünf Prozent (mehr-) belastet.

Senkung horrender Säumniszuschläge für Krankenkassenbeiträge

Beitragsrückstände Krankenkassen
Säumigen Beitragszahlern soll der Druck genommen werden

Gesetzlich Versicherte, die nicht mehr in der Lage sind, ihre monatlichen Beiträge zu entrichten bzw. diese bereits nicht mehr zahlen konnten, werden künftig von dem ehemals deftigen Aufschlags-Zins entlastet. Der bisher geltende Aufschlag von fünf Prozent Säumniszuschlag pro Monat wird auf ein Prozent monatlich abgesenkt.

Das Bundeskabinett hat den entsprechenden Gesetzesentwurf von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) genehmigt.

Inzwischen ist der Fehlbetrag aller säumigen Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse auf rund 2,15 Milliarden Euro angewachsen. Der bisherige Aufschlag von umgerechnet 60 Prozent pro Jahr für die rückständigen Beitragszahlungen hatte die ohnehin klammen Verbraucher über Gebühr belastet und die finanziellen Probleme nur noch verschärft. Eine echte Schuldenfalle „dank“ gesetzlicher Krankenversicherung.

Der Ernst der Lage wurde alleine durch den Zuwachs der offen stehenden Beiträge um 620 Millionen Euro innerhalb 2012 bis Anfang 2013 ersichtlich. Für die gesetzlich Versicherten steht im Gegensatz zu den Privatkrankenversicherten kein sog. Not-Tarif, oder die Rückstufung in einen Basis-Tarif zur Verfügung. Der Beitragssatz ist bei den Krankenkassen im Bezug auf das Einkommen starr festgelegt, ebenso wie die definierten Regelleistungen. Dem Beitragsschuldner blieb gar kein Ausweg, als nur dem Anwachsen des Schuldenbergs samt (Wucher-) Zinsaufschläge zuzusehen.

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