IW: GKV Zusatzbeiträge fördern den Wettbewerb

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Der Wettbewerb bei den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) müssen erhalten bleiben. Deshalb sei die Abschaffung der Zusatzbeiträge kontraproduktiv, so IW Köln. Je Höher die zusätzlichen Beiträge ansteigen, desto mehr seien Versicherte zu einem Kassenwechsel bereit.

IW Köln verteidigt Zusatzbeitrag der Krankenkassen

Gesundheitswesen
An Zusatzbeiträgen dürfe nicht gerüttelt werden

Es sei kontraproduktiv, wenn der Zusatzbeitrag nur deshalb abgeschafft würde, weil er immer weiter steigt, so das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Der von jeder Krankenkasse individuell gestaltete Zusatzbeitrag drohe bis 2020 auf 2,4 Prozent anzusteigen. Derzeit liegt der durchschnittliche zusätzliche Beitrag bei 1,1 Prozent. Eine Abschaffung des Zusatzbeitrages wäre jedoch „die falsche Therapie“, so IW.

Tatsache ei, dass Ausgaben der GKV stärker ansteigen als die beitragspflichtigen Einkommen je Versicherten. IW Köln berechnete einen Anstieg um durchschnittlich 1,2 Prozent pro Jahr seit Oktober 1990. Die beitragspflichtigen Einkommen der gesetzlichen Versicherten seien im gleichen Zeitraum jedoch nicht eingebrochen. Die Therapie müsse daher nach dem Verursacherprinzip auf der Ausgabenseite angesetzt werden. Versuche der Kostendämpfung durch Praxisgebühr oder Zuzahlungen hatten bisher keinen nachhaltigen Erfolg. Deshalb sei es wirksamer, den Wettbewerb anzukurbeln.

Die Abschaffung des einkommensabhängigen Zusatzbeitrages für Arbeitnehmer abzuschaffen sei der „völlig falsche Weg“. Die Versicherten müssen auf die unterschiedlich hohen Zusatzbeiträge bewusster reagieren. Damit gerieten die Krankenkassen unter Druck. Die Versorgung werde kosteneffizienter organisiert.

Die Unternehmen haben stets die „tatsächlichen Arbeitskosten, also einschließlich der Lohnnebenkosten, im Blick“, so IW. Die Politik solle daher den Versicherten „reinen Wein“ einschenken. Bei steigenden Ausgaben bliebe den Versicherten der Weg offen, über eine günstigere Krankenkasse zumindest einen gewissen Einfluss auf die Ausgabenentwicklung zu nehmen.


Für die gesetzlich Versicherten werden die Kosten durch Zusatzbeiträge voraussichtlich weitaus stärker ansteigen als bisher angenommen.




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