Im Jahr 2012 kräftige Defizite einzelner Krankenkassen

Krankenkassen Defizite-


Während der Gesundheitsfonds im Verlauf des letzten Jahres beinahe überlief, gerieten dennoch einige Krankenkasse in die roten Zahlen und schrieben schlossen 2012 mit kräftigen Defiziten ab.

„Strukturelle Defizite aufgrund Fehler im Finanzausgleich“

Krankenkassen Verluste
Vereinzelte Krankenkassen 2012 mit dickem Minus
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Das Gesamtbild der Abschlussbilanzen aller Krankenkassen wird für 2012 mit einem Überschuss abschließen. Dennoch scheinen einige gesetzliche Versicherer im letzten Jahr in ein kräftiges Minus gerutscht zu sein, so Focus.de (Sonntag) unter Berufung auf Kassenkreise. Demnach sollen u.a. die Barmer GEK, die DAK sowie die KKH teils kräftige Verluste eingefahren haben.

Bei der Barmer GEK und der KKH soll die Höhe der Defizite jeweils bei rund 80 Millionen Euro liegen. Die größten roten Zahlen schrieb Deutschlands drittgrößte Kasse, die DAK, mit rund 250 Millionen Euro. Am Ende dieses Jahres soll jedoch die „strukturelle Deckungslücke“ geschlossen sein, bestätigte ein Sprecher der DAK. Lt. Focus spricht auch das Bundesversicherungsamt bei „einigen wenigen“ Kassen von einem „strukturellen Defizit“. Der Fehler läge im Finanzausgleich der Kassen.

Der Entwicklung im Jahr 2012 war offenbar eine sehr pessimistische Einschätzung Ende 2011 voraus gegangen. Die Krankenkassen erhielten somit aus dem Gesundheitsfonds zwei Prozent mehr Geld zugeteilt als eigentlich notwendig gewesen wäre. Die DAK erhielt letztes Jahr fast 400 Millionen Euro an Subventionen.

Insgesamt kann die gesetzliche Krankenversicherung auf ein sehr positives Jahr 2012 zurück blicken. Die kräftigen Überschüsse im Gesundheitsfonds führten letztendlich auch zur Abschaffung der vierteljährlichen Praxisgebühr für die Kassenmitglieder.

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