GKV: Kassenmitgliedern drohen explodierende Kosten

Krankenversicherung-


Die Kassenmitglieder können sich auf weitaus höhere Zusatzbeiträge einstellen als bisher angenommen. Der exklusiv von den Arbeitnehmern zusätzlich erhobene Kassenbeitrag erhält einen starken Auftrieb. Die Kosten drohen zu explodieren.

Zusatzbeiträge werden voraussichtlich stark ansteigen

Krankenversicherungen
Steigende Kosten müssen Arbeitnehmer alleine tragen

Der herkömmliche Grund für die steigenden Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist u.a. der Faktor steigende Gesundheitskosten. Mit der starken Zuwanderung von Migranten bzw. Asylbewerbern kam ein weiterer sehr gewichtiger Kostenpunkt hinzu. Die Bundesregierung entschied sich ohnehin schon dafür, die Gesundheitsversorgung der Zugewanderten von den Kassenmitgliedern alleine tragen zu lassen. Das Bundeskabinett beschloss Anfang August 2016 die Entnahme von 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds.

Für die Kassenmitglieder drohen deshalb weitaus stärker steigende Kosten als bisher „berechnet“. Mit der Einführung des Zusatzbeitrages hat die Bundesregierung ein äußerst anpassungsfähiges Werkzeug eingerichtet. Die Krankenkassen können den Zusatzbeitrag individuell gestalten und dieser muss vom Arbeitnehmer im vollen Umfang alleine bezahlt werden. Die Arbeitgeber befinden sich mit dem hälftigen allgemeinen Beitragssatz auf der „sicheren Seite“.

Aktuell liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 1,1 Prozent. Für einen Durchschnittsverdiener beträgt der zusätzliche Kassenbeitrag monatlich rund 22 Euro. Die Beiträge können bis zum Jahr 2018 durchaus auf 36 Euro ansteigen und bis zum Jahr 2020 auf rund 55 Euro. Der nächste Schritt nach oben wird aller Voraussicht nach bereits mit dem kommenden Jahr vollzogen. Lt. Spiegel Online rechnet Jürgen Wasem, Gesundheitsökonom der Universität Duisburg-Essen, mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,3 Prozent ab 2017. Für einen Durchschnittsverdiener würde die Anhebung eine Mehrbelastung von rund 4 Euro mtl. bedeuten.

Eine weitere Anhebung des allgemeinen Beitragssatzes dürfte für die Bundesregierung wohl kaum in Frage kommen. Der zu erwartende Aufschrei der Arbeitgeberverbände mit vorangestellten Warnungen vor Wettbewerbs- und Arbeitsplatzverlusten schreckt zu sehr ab. Derzeit beträgt der allgemeine Beitragssatz 14,6 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich diesen Satz jeweils zur Hälfte. Der Arbeitgeberanteil von 7,3 Prozent ist allerdings fixiert.

Tipp! Kosten und Leistungen Krankenkassen vergleichen.


Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Beitrag anderen Menschen mitteilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.