Gesundheitskosten: 19 Mrd. € Einsparpotenzial – Das meiste durch Patienten

Gesundheitswesen-


Beinahe 20 Mrd. Euro könnten im Gesundheitswesen eingespart werden, wenn bei den Ausgaben das Unnötige vermieden würden. Ein Betrag den der Gesetzgeber wohl kaum ohne Abschnitte bewältigen könnte. Der Löwenanteil der nutzlosen Kosten werde jedoch vom Patienten selbst verursacht.

Arzneimittel einsparen

Größte Einsparungen im Gesundheitswesen legen in der Hand der Patienten selbst

Patienten könnten mit Treue zur Therapie 13 Mrd. Euro einsparen

Die Privatversicherten kennen das bereits. Bei der Begründung einer Beitragsanhebung sind „gestiegene Gesundheitskosten“ fast generell mit vertreten. Die gesetzlich Versicherten sind zwar ebenfalls betroffen, aber hier reagieren die einzelnen Krankenkassen mit Zusatzbeiträgen und der „große Rest“ wird pauschal über einen Kamm geschert.

Offenbar könnten die Beitragsanhebungen in einem großen Rahmen vermieden werden, sollte am richtigen Ende gespart, oder anders ausgedrückt, sollte Verschwendungen vermieden werden.

Das Gesundheitswesen in Deutschland bietet ein enormes Potenzial für Einsparungen durch die Vermeidung von Ausgaben. Das betrifft besonders die Bereiche Medikamentenverschreibungen und Therapie. Zu dieser Einschätzung kommt das Marktforschungsinstitut IMS Health. Es handelt sich um eine Summe in Höhe von 19 Mrd. Euro, die lt. IMS eingespart werden könnten. Das Institut zog für die unterschiedlichen Studien u.a. die Krankheitskennzahlen aus dem Jahr 2011 heran. Am Ende stehen fast 20 Mrd. Euro, die durch unnötige Ausgaben sprichwörtlich verschleudert werden.

Der Gesetzgeber wäre bei dieser Summe so gut wie überfordert

Die gesamten Gesundheitsausgaben belaufen sich auf rund 294 Milliarden Euro. Das Einsparpotenzial von 19 Mrd. Euro entspricht einem Anteil von rund 6 Prozent. So ein Volumen könne nur über eine „Fülle von Spargesetzen erreicht werden“, so Frank Wartenberg, Präsident von IMS Health Zentraleuropa. Diese notwendigen Gesetze können darüber hinaus nicht im Sinne einer „guten Gesundheitsversorgung“ sein, fügte Wartenberg hinzu.

Unnötige Kosten sind durch die Patienten selbst verursacht

Patienten erhalten zur Therapie Medikamente verschrieben. Doch nicht alle Patienten bleiben der Therapie treu. Entweder werden die verschriebenen Medikamente nicht ordnungsgemäß eingenommen, oder die Behandlung wird eigenmächtig abgebrochen.

Das Studienergebnis von IMS sieht an diesem Punkt ein Einsparpotenzial in Milliardenhöhe. Besonders betroffen seien Patienten mit chronischen Krankheitsbildern, u.a. Asthma, Diabetes und Bluthochdruck. Von diesen chronisch Erkrankten nimmt lt. Studie nur jeder Zweite die Medikamente lt. Verordnung ein. Im Jahr 2011 führte dieses Verhalten lt. Berechnungen von IMS Health zu Mehrausgaben in Höhe von ca. 13 Milliarden Euro. Rund 1,8 Milliarden Euro unnötige Kosten verursachten falsch verordnete Arzneimittel.


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