Gesetzliche Krankenversicherung: Bundesregierung schwer verkalkuliert

Gesetzliche Krankenversicherung-


Die vorherige schwarz-gelbe Bundesregierung hat sich mit dem „Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung“ offenbar schwer verkalkuliert. Das Konzept ging bisher nicht auf. Der Schuldenberg durch Rückstände nicht versicherter Personen ist weiter angewachsen.

Trotz Gesetz verläuft die Entwicklung in die Gegenrichtung

Krankenversicherung
Der große Preisaufschlag blieb bisher noch aus

Das „Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung“ scheint keine Wirkung zu zeigen. Das vorrangige Ziel dieser im August 2013 in Kraft getretenen Regelung sollte die Entlastung Beitragsschuldner und die Reduzierung der Außenstände sein. Doch die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) können keinen Abbau des aufgetragenen Schuldenbergs säumiger Kassenmitglieder feststellen.

Die Kalkulation der damaligen schwarz-gelben Regierungskoalition ging bisher nicht auf. Noch vor dem Inkrafttreten des Gesetzes betrugen die Gesamtschulden rund 2,1 Milliarden Euro. Zum Stand Ende Juni wuchsen die Schulden auf ca. 2,8 Milliarden Euro an, so die Statistik des Bundesversicherungsamtes. Das Schreiben liegt der Berliner Zeitung vor.

Der Grundstein zum Schuldenaufbau wurde vor gut sieben Jahren mit der Einführung der Versicherungspflicht gelegt. Seit April 2007 besteht in Deutschland eine Pflicht zur Krankenversicherung. Nach wie vor nicht versicherte Personen bauen damit automatisch Schulden durch Rückstände auf.

Bis zum Jahresende 2013 wurden den „heimlich“ nicht versicherten Personen eine Art Amnestie gewährt. Mit der Anmeldung bei einer Krankenkasse noch vor Ablauf der Frist wurden den Schuldnern die versäumten Beiträge erlassen. Der erhoffte Ansturm blieb jedoch aus.

Leistungen der Krankenassen vergleichen

Bild: CC0 1.0 Universell – Quelle: heizoel24.de

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.