Frist Nachzahlbefreiung Krankenkassen läuft ab – Ansturm blieb bisher aus

Gesundheitswesen-


Die Zeit wird langsam knapp. Nur noch bis zum 31.12.2013 gilt die Nachzahlbefreiung für Personen, die noch nicht in einer Krankenversicherung untergekommen sind. Doch der Run auf die Krankenkassen blieb bisher aus. Entweder lassen sich viele Nichtversicherte von insg. 140.000 noch Zeit bis zum „letzten Drücker“, um noch wenigstens ein oder zwei Monate „einzusparen“, oder sie wollen es einfach darauf ankommen lassen.

Frist

Die Frist der Nachzahlbefreiung bei Krankenkassen läuft zum 31.12.13 ab

Ein „Run“: Die Banken fürchten es, die Krankenkassen hoffen darauf

Die Bezeichnung „Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung“ gilt dem Gesundheitswesen und klingt komplizierter als sie ist. Die seit dem 01. August 2013 geltende Regelung sieht u.a. einen Schuldenerlass bzw. eine Befreiung von Nachzahlungen für nicht versicherte Personen vor. Doch diese „Amnestie“ gilt nur temporär und angesichts der großen Anzahl der nicht krankenversicherten Menschen bleibt der große Ansturm jedoch aus.

Mit dem neuen Gesetz schnürte die Bundesregierung ein ganzes Paket von finanziellen Erleichterungen für nicht versicherte und säumige Personen in Deutschland. Beitragsschulden können durch das Aussetzen von Zahlungen oder auch durch die fällige rückwirkende Nachzahlung entstehen. Zahlreiche nicht versicherte Personen scheuen auch dann vor einem Beitritt einer Krankenkasse zurück, wenn das Einkommen ausreichte. Die nachzuholenden Beiträge könnten die finanziellen Möglichkeiten wiederum sprengen.

An diesem Punkt setzt die vorübergehende Befreiung von jeglichen Nachzahlungen an. Immerhin gibt es in Deutschland rund 140.000 Personen ohne gesetzliche und private Krankenversicherung. Der Schuldenerlass für nicht Versicherte gilt nur bei der Meldung bei einer Krankenkasse bis zum 31. Dezember 2013. Mit dem Start am 01. August verbleiben lediglich 5 Monate. Zeit genug zum reagieren, aber nicht ausreichend viel Spiel, um „große Überlegungen“ anzustellen.

Der „Ansturm“ auf Krankenkassen lässt auf sich warten

Das Gedränge bei den Krankenkassen blieb bisher aus. Bei der IKK classic habe sich seit dem Start der Schuldenbefreiung für Nichtversicherte die Anzahl der Meldungen in einem „überschaubaren Bereich“ gehalten, so die Antwort von Michael Förstermann von der IKK classic nach Anfrage von finanzen.de. Die IKK classic geht mit dem Näherrücken des Fristablaufs am 31.12.13 von weiteren Meldungen durch nicht versicherte Personen aus.

Eine weitere wichtige Neuerung durch das neue Gesetz betrifft die säumigen Krankenversicherten. Bisher galt ein Säumniszuschlag in Höhe von 5% pro Monat (!). Dieser durchaus als horrend geltende Aufschlag ist nun auf 1% mtl. reduziert. Der deutlich kleinere Zinsaufschlag auf die nachzuzahlenden Versicherungsbeiträge gilt rückwirkend.

Sollte tatsächlich darauf spekuliert werden, noch den November und Dezember in den Umfang der „General-Amnestie“ zu nehmen, wird es dennoch allerhöchste Zeit, sich nach einer Krankenkasse umzusehen. Am Ende läuft die Zeit sonst doch noch davon.

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