Fehlerquote Krankenhausabrechnungen bei 50 %

Krankenversicherungen –


Nachdem der Dachverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen schon zum Ergebnis kam, dass Krankenhäuser einen Großteil ihrer Rechnungen falsch ausstellten, bestätigte nun auch der Bundesrechnungshof die Fehlerquote von rund die Hälfte aller Abrechnungen.

Krankenversicherungen

Die hohe Fehlerquote deutet bereits auf eine Routine hin

Großteil der Rechnung könne einer Prüfung nicht standhalten

Im Jahr 2017 bezahlten die Krankenkassen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Krankenhausrechnungen in Höhe von rund 75 Milliarden Euro für die Behandlung von ca. 20 Millionen Patienten. Ein Großteil dieser Rechnungen scheint allerdings eine Prüfung nicht standhalten zu können, denn der Bundesrechnungshof stellte bei den überprüften Abrechnungen eine Fehlerquote von rund 50 Prozent fest, so die WELT unter Berufung auf den noch nicht veröffentlichten Bericht des Bundesrechnungshofes an die Bundesregierung. Wie es der Zufall so will, fielen die fehlerhaften Rechnungen zu hoch aus.

GKV-Verband kam auf Fehlerquote von 56 %

Damit bestätigte der Bundesrechnungshof die Feststellung des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Verband), dass 56 Prozent der von Krankenhäusern gestellten Rechnungen fehlerhaft seien. Im nun an die Bundesregierung übergebenen Bericht ist lt. WELT bei der Abrechnungen zwischen Krankenhäusern und Krankenkassen von „wesentlichen strukturellen Mängeln“ die Rede. Dies liege schon alleine daran, dass die Kassen lediglich 13 Prozent der eingereichten Rechnungen einer Prüfung unterziehen. Bereits bei diesem geringen Anteil lag die Fehlerquote bei 50 Prozent. Die Prüfungen bereits im Jahr 2016 hatten die Rückzahlung von 2,2 Milliarden Euro zur Folge. Demnach würde die Ausweitung der Rechnungsüberprüfung auch zu höheren Rückzahlungen an die Krankenkassen führen.

Krankenhäuser haben zu leichtes Spiel

Die Selbstverwaltung der Krankenkassen erfülle nicht die Erwartungen, so das Ergebnis des Bundesrechnungshofes. Krankenhäuser hätten dazu ein zu leichtes Spiel, da falsche Abrechnungen bisher kaum Konsequenzen nach sich zögen. Der Bundesrechnungshof fordert daher bei Falschabrechnungen mögliche Sanktionen gegen die Kliniken.

Falschabrechnungen durch die Krankenhäuser sind allerdings kein Novum. Der GKV-Verband stellte bereits im Jahr 2012 zahlreiche fehlerhafte Abrechnungen fest, die damals zu Rückzahlungen von ca. 1,7 Milliarden Euro führten. Aber angesichts des geringen Anteils der von den Kassen überprüften Rechnungen wohl nur die Spitze des Eisberges.

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