Vodafone-Werbung: Bundesnetzagentur mahnte ab

Wettbewerbswidrigkeit-


Die Bundesnetzagentur reagierte auf eine sehr verunsichernde Werbemaßnahme von Vodafone Kabel Deutschland und untersagte unter Androhung eines Zwangsgeldes das fortgesetzte Versenden der beanstandeten Briefe und Postkarten.

Bundesnetzagentur weist Vodafone in die Schranken

DSL-Wechsel
Werbung sahen wie amtliche Schreiben aus

Eine „besondere Werbemaßnahme“ der Vodafone Kabel Deutschland führte zu verunsicherte Konsumenten und nun auch zu einer Gegenmaßnahme der Bundesnetzagentur. Diese hat dem Telekommunikationsunternehmen das weitere Versenden dieser nun für wettbewerbswidrigen Werbung untersagt.

„Das Unternehmen hat versucht, Verbraucher zu täuschen und als Kunden zu gewinnen“, so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Derartiges Verhalten werde konsequent geahndet.

Vodafone verschickte demnach in einem rosafarbenen Umschlag, welche bereits an „unangenehme Sendungen“ von Behörden erinnerten, einen schriftlichen Hinweis zu „Anschlussdiensten“ im Gebäude. Darin wies das Unternehmen auf die in Kürze vorgenommene Abschaltung von DVB-T hin. Dies erfordere eine moderne TV-Versorgung. Die Schreiben erweckten einen amtlichen Eindruck, so die Bundesnetzagentur. Teilweise waren diese Schreiben mit einem Stempel „Wiederholter Zustellungsversuch“ versehen.

Unter der Setzung einer Frist wurden den Angeschriebenen zu einer telefonischen Kontaktaufnahme über verschiedene 0800-er Rufnummern aufgefordert.

Zahlreiche Haushalte erhielten eine Postkarte zugestellt mit dem Hinweis „Wichtige Informationen“ und teilweise ebenfalls mit einem Stempel „Wiederholter Zustellversuch“ versehen. Anlass war eine angeblichen „wichtige Neuerung der Telefon- und Internet-Technologie.“

Die Sendungen waren persönlich adressiert und das Logo von Vodafone fehlte. „Aus dem Kleingedruckten war ersichtlich, dass die Adressdaten der Empfänger zur werblichen Ansprache von einem Dienstleister bezogen wurden“, so die Bundesnetzagentur.

Sollte Vodafone der Untersagung nicht nachkommen, drohen weitere Maßnahmen über das bereits angesetzte Zwangsgeld in Höhe von 20.000 Euro hinaus.


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