Viele Nutzer wünschen sich Internet-NATO

IT-Sicherheit –


Mehr Sicherheit im Cyberbereich durch Verteidigungsbündnisse wie die NATO. Zahlreiche Internet-Nutzer wünschten sich mehr „Schlagkraft“ gegen Internet-Angriffe.

NATO

Das NATO-Prinzip solle auch auf den Internet-Bereich ausgeweitet werden

Vertrauen in deutscher Cyberabwehr offenbar gering

„Zu Wasser, zu Lande, in der Luft und im Internet“. Dieses Motto könnte für eine Vielzahl der Bundesbewohner gelten, wenn es um die Verteidigung und auch der Erwiderung von Angriffen handelt. „Jeder zweite Internetnutzer fordert Cyber-NATO“, so der Titel einer vom Digitalverband Bitkom im Vorfeld der am 14. Februar gestarteten Münchner Sicherheitskonferenz erstellten Umfrage-Analyse. Demnach forderten viele Internet-Nutzer nach einem Cyberangriff auf öffentliche Einrichtungen einen gezielten Rückschlag auf dem gleichen Wege. Diesen sog. Hackback forderten 46 Prozent der befragten Internet-Nutzer.

Bitkom-Präsident Achim Berg hält derlei Antworten allerdings für keine gute Idee. Einmal seien die Urheber von Attacken nur sehr schwer zu ermitteln und es komme hinzu, dass bei Versuchen, die Infrastruktur von mutmaßlichen Angreifen zu zerstören, fast zwangsläufig auch unbeteiligte Dritte schädige. Damit gäbe es auch im Cyberbereich einen erheblichen „Kollateralschaden“. Berg plädiert den Einsatz der Ressourcen und Kompetenzen für eine defensive Strategie. Oberstes Ziel bei Cyberkonflikten sei daher die Deeskalation.

Das Vertrauen in die Fähigkeiten der deutschen Cyber-Abwehr scheint allerdings sehr gering zu sein. Die Bundesrepublik solle nach Ansicht von 83 Prozent der Befragten ihre Fähigkeiten im Cyberumfeld ausbauen. Für mehr Investitionen in die Sicherung gefährdeter Infrastrukturen sprechen sich 79 Prozent der Internet-Nutzer aus. Darüber hinaus müsse es für 68 Prozent eine Normung des Cyberraumes über die Grenzen hinweg geben. Für Zusammenschlüsse von Ländern zur Abwehr von Cyberangriffen gemäß einer „Cyber-NATO“ plädieren 51 Prozent der Befragten.

Cyberbereich ist von NATO längst vereinnahmt

Offenbar ist es den Befragten und evtl. auch dem Digitalverband entgangen, dass bereits im Jahr 2016 der Cyberraum von der NATO als ein eigenständiges Operationsgebiet erklärt wurde. Am 14. Juni 2016 erklärten die Verteidigungsminister der NATO-Länder, Cyber-Angriffe über das Datennetz ebenso zu behandeln wie Angriffe durch Land-, See- oder Luftstreitkräfte. Daher ist bei einem derartigen Angriff auch die Auslösung des Bündnisfalles gemäß Art. 5 des NATO-Vertrages denkbar.

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