Telefonabzockern soll das Leben noch etwas erschwert werden

Verbraucherschutz – Telefonabzocke-


Die Zeiten der 0190-er Abzock-Nummern sind seit beinahe 6 Jahren vorbei. Der Ersatz durch 0900-er Nummern entpuppte sich als nur eine halbherzige Lösung. Nach wie vor waren Abzocke durch überteuerte Telefonkosten möglich. Ab 2012 soll sich die Situation schrittweise verbessern.

Der puren Abzocke über eine gewählte Telefonnummer soll bald ein Ende gesetzt werden. Ab 2012 haben Telefon- und Mobilfunk-Provider die Pflicht, auf Wunsch des Kunden eine teure Telefon-Rufnummer wie die „0900“ sperren zu lassen.

Eine gewünschte Service-Sperre gilt auch für die vermeintlich bequeme Bezahlmethode über das Handy oder Smartphone. Kunden, die z.B. aus Versehen ein unerwünschtes Klingelton-Abo abgeschlossen hatten, können die Bezahlfunktion einfach sperren lassen. Den Anbietern wird der Zugriff auf das Konto verwehrt.

Regulierungsbehörde: Mehr Kunden-Einfluss auf unerwünschte Nummern
Telefonfallen
Weniger Kostenfallen
beim Telefonieren
Bild: Thorben Wengert
/ pixelio.de

Manche Telefonkunden können jedoch keine allgemeine Sperre von 0900-er Nummern veranlassen, da ggf. ein seriöser Dienst genutzt werden will. Um jedoch nicht versehentlich in eine Kostenfalle zu geraten, soll eine Datenbank von 0900-er Nummer für mehr Transparenz sorgen.

Die zuständige Bundesnetzagentur (BnetzA) bietet dafür eine allgemein zugängliche Datenbank an, die vom Nutzer abgefragt werden kann. Bevor die bisher unbekannte 0900-er Telefonnummer gewählt wird, ist eine Abfrage über den Anbieter der Dienstleistung möglich.

Im Gegensatz zu den ehemaligen 0190-er Nummern konnten Anrufkosten abgefragt werden. Bei der derzeitigen Datenbank-Liste zu den 0900-er Nummer ist eine direkte Kostenabfrage jedoch nicht möglich.

Ein Riegel soll den anfallenden Kosten für Warteschleifen vorgeschoben werden. Die oft endlos erscheinende Warteschleife bei einem Dienstanbieter kann schon alleine sehr nervenaufreibend sein, dafür aber noch bezahlen zu müssen, läßt so manchen Blutdruck in ungesunde Höhen steigen.

Zukünftig sollen Warteschleifen „entschärft“ werden, wenn es sich um eine Mehrwertdienst-Nummer handelt. Sonderrufnummern wie z.B. die 0900 sollen nicht mehr kostenpflichtige Warteschleif-Zeiten enthalten. Zur Umsetzung ist ein schrittweiser Vorgang geplant.

Die größten Schwierigkeiten liegen noch in der technischen Umsetzung. Für den Übergangszeitraum ist ein Bereich von einem Jahr eingeplant. Als ersten Schritt sollen nach Inkrafttreten der Regelung, die ersten beiden Minuten eine Anrufs kostenfrei bleiben.

Allerdings ist innerhalb des Übergangszeitraumes nicht auszuschließen, dass so mancher Anbieter die Wartezeit mit einer längeren Musik-Berieselung noch etwas ausdehnen wird.

Quelle: ARAG Rechtstipps

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