Neues Gebäude für ARD-aktuell soll für bessere Nachrichten sorgen

Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk-


Das Redaktionsteam von ARD-aktuell erhält durch ein neues Gebäude mehr Raum zur geistigen Entfaltung für eine noch „ausgewogenere“ Berichterstattung. Die Gebührenzahler müssen sich allerdings noch ein wenig gedulden.

Eingepferchter Qualitätsjournalismums erhält neue Räume

Presse
Befreiungsschlag für ARD-Journalisten

Für die noch verbliebenen Zuschauer von Tagesschau und Co. könnte sich das Aushalten gelohnt haben. Die vom ehemaligen Redakteur der „Tagesschau“ Volker Bräutigam attestierte regierungsfromme, tendenziöse, defizitäre, agitatorische, propagandistische und desinformative Berichterstattung hatte offenbar nur einen trivialen Grund und könnte bald der Vergangenheit angehören. Es lag schlicht am Platzmangel in den Redaktionsräumen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Die ARD-Journalisten schienen eingepfercht.

Ein neues Gebäude soll nun für frischen Wind sorgen.

Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell (Tagesschau, Tagesthemen), zeigte sich anlässlich des Richtfestes sichtlich erleichtert, dass mit der Erweiterung der Redaktionsliegenschaft nun auch große zusammenhängende Flächen entstehen werden. Mehr Platz bietet offenbar auch mehr Raum zur geistigen Entfaltung, da man bisher gezwungen war, neu entstandene Strukturen in alte Räume zu pressen. Die Grenzen seien bereits erreicht worden. Das Team schaffe es nicht mehr, immer mehr und immer schneller zu arbeiten. Zu allem Überfluss ist die Nachrichtengestaltung seit Monaten begleitet von Baulärm, Hämmern, Bohren, Sägen und kreisenden Betonmischern, so Gniffke. Der „Qualitätsjournalismus“ habe nach Einschätzung des Chefredaktuers jedoch nicht darunter gelitten.

In den vergangenen zwei Jahren war das Redaktionsteam von ARD-aktuell nicht nur durch beengte Räume in ihrer Handlungsfreiheit eingeschränkt, sondern auch dazu angehalten, an der Planung des neuen Redaktionsgebäudes mitzuarbeiten. Für Gniffke eine wohl einmalige Chance im Berufsleben, die nicht man nicht einfach vergurken dürfe.

Der Neubau soll es nun endlich ermöglichen: „Planen, recherchieren, erklären, entscheiden“. Den Zusehern wird allerdings noch etwas Geduld bis zur Beseitigung der offenbar noch vorherrschenden Defizite abverlangt. Bis das neue Gebäude zur Einlösung des Leistungsversprechen fertiggestellt ist, werden noch ein paar Monate vergehen. Doch auf die (Zwangs-) Gebührenzahler dürfte nach Eröffnung des sicherlich im Millionbereich schweren neuen Redaktionsgebäudes endlich eine freie, umfassende und ausgewogene Berichterstattung zur Bildung einer eigenen politischen und weltanschaulichen Meinung zukommen.

Die gute Laune zum fertiggestellten Rohbau gibt Grund zur Hoffnung. Kai Gniffke ließ „zur Einstimmung auf das neue Haus“ mit einem gemeinsamen „Ta-Ta, Tatatata“ vorab die Tagesschau-Fanfare ertönen.


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