Telekom-Chef: Flatrate-Pläne für Milliarden -Investitionen erforderlich

Datenbremse Telekom-


Die umstrittene Datenbremse zu den DSL-Flatratetarifen bei der Deutschen Telekom wird vom Vorstands-Chef Obermann als eine notwendige Maßnahme für künftige Investitionen in Milliardenhöhe verteidigt. Darüber hinaus würde die Volumenbegrenzung nur die „allerwenigsten“ Kunden betreffen.

„Flatrate wird auch weiterhin Bestand haben“

Internet-Bremse
Hoher Kundenstamm sorgt für enorme Öffentlichkeit

Der noch Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann, und sein designierter Nachfolger sowie derzeitiger Finanzvorstand Timotheus Höttges betonten „die Liebe“ zu ihren Kunden und würden heute wie auch in der Zukunft um jeden einzelnen Kunden kämpfen. Im Interview mit Welt am Sonntag erklärte Obermann die Absicht der Deutschen Telekom, das Internet künftig zu beschleunigen und die Preise so weit wie möglich stabil zu halten.

Im Gegensatz zu den weitläufigen Meinungen, die geplante „Datenbremse“ für Internet-Kunden würde eine breite Masse treffen, würde sich für die „allermeisten Kunden“ nichts ändern, so der Vorstand. Vielnutzer würden aus heutiger Sicht ab 2016 bis zu 20,- Euro mehr für ihre Flatrate zahlen. In Anlehnung der bereits üblichen Praxis im Mobilfunk gäbe es auch eine Zubuchoption, mit der „für wenige Euros“ gelegentlich benötigtes Volumen zugekauft werden könne.

Obermann hielt diese Maßnahme aufgrund der in den folgenden Jahren geplanten Milliarden-Investitionen für den Netzausbau als erforderlich. Der Wettbewerb im Markt wäre so hart, dass sich nur das verkaufen ließe, was am Markt durchgesetzt werden könne.

Der Welt am Sonntag gegenüber bekräftige Obermann die Zielsetzung der Dt. Telekom, die bestehenden Kunden zu halten und vordergründig neue dazu zu gewinnen. „Flatrates wird es weiterhin geben“, so der Telekom-Vorstand.

Die Einmischung der Politik in die Flatrate-Pläne der Dt. Telekom hielt Obermann für einen Stil über den man diskutieren könnte. Dennoch wäre das entscheidend, dass man unbeirrt das unternimmt, was „für den Markt und unsere Kunden langfristig das Richtige ist“. Die hohe Zahl der Kunden würde dazu beitragen, enorm in der Öffentlichkeit zu stehen, so Höttges. Aus diesem Grund wäre es nachvollziehbar, „dass die Öffentlichkeit und auch die Politik über die Telekom diskutiert“. Letztendlich trage die Telekom gegenüber der Versorgung von Städten und ländlichen Regionen bezüglich einer modernen Infrastruktur eine große Verantwortung, so der Finanzchef zum Blatt.

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