Hacker und Cyber-Diebe – Steigende Internet-Kriminalität

Kriminalität im Internet-


Die Anzahl der Cyber-Angriffe über das Internet wächst an und entsprechend höher sind die angerichteten Schäden durch Cyber-Diebe und Hacker. Verbraucher und Unternehmer in Deutschland schätzen die Risiken von Online-Attacken offenbar noch viel zu gering ein.

Cyber-Kriminalität

Die Internet-Kriminalität steigt an. Bereits heute rund 500 Mrd. Euro Schaden weltweit.

Datenklau und Missbrauch – Der Schaden ist enorm

Ob bei einer ausgiebigen Shopping-Tour via PC und Online-Verbindung oder einem ausgedehnten Einkauf in der „konservativen“ Fußgängerzone, im Internet und der „realen Welt“ finden sich die zahlreichen sorglosen Verbraucher gemeinsam. „Selbst wird man nie zum Opfer. Es betrifft immer nur die Anderen“. Während beim Spaziergang in der Menschenmenge die Handtasche unter dem Arm eingeklemmt und die Brieftasche wenigstens von einer Hand „bewacht“ werden kann, stehen die Einkäufer im Internet in vielen Fällen schutzlos da. Die besten Sicherheitsmaßnahmen reichen nicht aus, wenn der Dieb direkt beim Internetshop seine Finger lang macht.

Stets aktuelle Virenscanner und auf Stand gehaltene Anti-Trojanerprogramme sind bereits ein erster sehr guter Schritt für eine gewisse Sicherheit am heimischen PC. Diese Sicherheitsmaßnahmen reichen jedoch nicht aus, wenn sich Hacker in den vom Verbraucher kontaktierten Internet-Shop eingeschlichen haben. Abgeschickte persönliche Daten könnten von Cyber-Kriminellen abgefangen werden. Richtig ernst wird es dann, wenn für die Online-Bezahlung Daten der Kreditkarte übermittelt werden. Der Verbraucher bekommt davon überhaupt nichts mit und erkennt einen Missbrauch erst beim nächsten Kontoauszug.

Das vermeintliche Sicherheitsgefühl durch aktuelle Anti-Virenprogramme kann ein Grund sein, warum die Cyber-Kriminalität nach wie vor so unterschätzt wird. Sicherheit und Kriminalität im Internet ist auch auf der Computermesse CeBIT 2014 eines der Haupthemen. Heute gilt als gesichert, dass die Internetkriminalität nicht abnehmen sondern noch viel mehr zunehmen wird.

Die Verbraucher stehen nicht alleine auf der weiten Ebene der Cyber-Opfer. Auch deutsche Unternehmen schätzen die Risiken durch Cyber-Kriminalität noch zu gering ein, so die Einschätzung des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Der Verband sieht im Datenklau beim US-Einzelhandelsunternehmen Target ein exemplarisches Beispiel. Cyber-Diebe zeigten überhaupt kein Interesse an die angebotenen Waren, sondern waren einzig und allein auf die Kreditkartendaten der Kunden aus. Die Kriminellen waren auch erfolgreich. Sie kopierten sich rund 70 Millionen Datensätze und richteten damit einen Schaden von ca. 61 Millionen Dollar an. Das Unternehmen Target hatte gegen diese Art von Kriminalität eine Versicherung abgeschlossen, „im Gegensatz zu 94 Prozent der deutschen Unternehmen“, so der GDV. Die von Target abgeschlossene Cyber-Versicherung übernahm vom angerichteten Schaden rund 44 Millionen Dollar.

„Weltweiter Schaden durch Cyber-Kriminalität:Rund 500 Milliarden Euro“

Im Jahr 2012 wurden in Deutschland rund 64.000 Fälle von Online-Kriminalität gemeldet. Lediglich 6 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen betrachten Cyber-Kriminalität als ein Risiko und 31% der befragten Unternehmer halten Datenverlust zwar für ein beachtliches Risiko, sind jedoch nicht gegen einen solchen Fall versichert. 94% der Unternehmen haben keine Versicherung für Schäden durch Cyber-Kriminalität.

Die Beweggründe, z.B. sich in ein Firmen-Netzwerk einzuhacken, sind so vielfältig wie die Motive in der „realen Welt“. Ob es die persönliche Bereicherung ist, oder das Gefallen am sinnlosen Zerstören, den Schaden trägt stets das angegriffene Opfer. Bereits zahlreiche Unternehmen sind in die Insolvenz geschlittert, weil von „heute auf morgen“ der Datenstamm aller Kunden verschwunden war.

Eine ganz andere Qualität der Cyber-Kriminalität erbringen die „Professionellen“ unter den Hackern. Sie bieten ihre Dienste gegen „gutes Geld“ an, um u.a. im Auftrag die Internetpräsenz von unliebsamen Konkurrenten ins digitale Aus zu schicken.

Der GDV rät die Unternehmen zum Abschluss einer Cyber-Police. Von pauschalen Lösungen solle jedoch abgesehen werden. Vielmehr müssen die Unternehmen auf ihre unterschiedlichen Anforderungen Rücksicht nehmen und sich eine maßgeschneiderte Cyber-Versicherung zulegen.

„Während Versandhändler die Daten ihrer Kunden absichern sollten, hätte beispielsweise ein Produktionsausfall für einen mittelständischen Betrieb, der Metall verarbeitet, viel gravierendere Folgen. Ein umfassender Cyber-Schutz sollte also die Kosten einer Betriebsunterbrechung mit abbilden – genauso wie die Kosten für IT-Experten, die die Daten nach dem Angriff wiederherstellen oder das Leck schließen“, so der GDV.

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