Ausbau Breitbandanschluss via Glasfaser sehr zögerlich

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Der bundesweite Ausbau der Breitbandanschlüsse via Glasfaser für die Haushalte geht nur äußerst schleppend und halbherzig voran. Der mit Abstand größte Teil der verwendeten Gelder floß bisher an Beratungsunternehmen.

Weniger als 0,1 % der Gelder für praktische Umsetzung

Glasfaserausbau
Seltene Arbeiten für Breitbandanschluss

Die vorherige Bundesregierung (CDU/CSU und SPD) gab den Startschuss für den umfangreichen Ausbau der Breitbandanschlüsse im Bundesgebiet. Mit viel Motivation stellte der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) finanzielle Mittel in Höhe von 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Ausbau des „schnellen Internets“ im Bundesgebiet geht allerdings äußerst schleppend voran. Von den finanziellen Zusagen für Kommunen, Städte und Landkreise wurde bisher nur 26,6 Millionen Euro abgerufen, so die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen, wie F.A.Z. berichtete. Von diesem verwendeten Betrag flossen ganze 23,4 Millionen Euro ausschließlich in die Taschen der Beratungsunternehmen. Gerade 3,2 Millionen Euro wurden für die tatsächliche Verlegung von neuen Breitbandleitungen aufgewendet. Das sind weniger als 0,1 Prozent des von der Bundesregierung bereitgestellten Budgets.

Das Projekt „Breitbandausbau“ läuft bereits seit drei Jahren. Ziel der Bundesregierung ist die flächendeckende Versorgung von Häusern mit Glasfaserleitungen und einer Bandbreit im Gigabit-Bereich bis zum Jahr 2025. Abgeschlossen sind bis heute lediglich zwei Projekt-Einheiten.

Berlin scheint im Bezug zur Geschwindigkeit des Breitbandausbaus eine Ausnahmerolle inne zu haben. Die bisher abgerufene Geldsumme liegt anteilig bei knapp 40 Prozent, während die Quote in Bayern bei 3 Prozent und in Brandenburg lediglich bei 0,3 Prozent liegt.

Glasfasertechnik teils nur halbherzig umgesetzt – Flaschenhals

Schnelles Internet via Breitbandanschluss bis in den Haushalt erfordert auch eine konsequente Verwendung von Glasfaserleitungen. So sieht allerdings lt. F.A.Z. die Telekom davon ab, die Glasfaserleitung in allen Fällen bis in die Haushalte zu verlegen. Meistens reichen die Glasfaserleitungen lediglich bis zum nächsten Schaltkasten und von dort aus geht es bis zu den Gebäuden mit den bisherigen Kupferleitungen weiter. Somit stellt der Einsatz herkömmlicher Kupferleitungen für den den „Hochgeschwindigkeitsanschluss“ einen echten Flaschenhals dar.


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