BdV hält Smartphone-Versicherungen alles andere als sinnvoll

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In der Bundesrepublik sind mehr aktivierte SIM-Karten „unterwegs“ als Menschen. Ein fast jeder trägt mindestens ein Smartphone oder Tablet mit sich herum. Es ist daher auch völlig normal, das jeden Tag zig Geräte aus den Händen gleiten und auch mal zu Boden fallen. Eine Smartphone-Versicherung verspricht (vermeintlichen) Ersatz.

Kaputtes Smartphone

Zerbrochenes Gerät – Wie weit hilft die Smartphone-Versicherung?

„Smartphone-Versicherung ist alles andere als sinnvoll“

Ist das sündhaftteure Edelmodell in die Brüche gegangen, dann ist es für viele Besitzer mehr als nur ärgerlich. Deshalb greifen zahlreiche Smartphone-Besitzer auf eine sog. Smartphone-Versicherung zurück. Oft wird dieser vermeintliche Schutz für die Endgeräte schon beim Erwerb mit angeboten.

Eine deartige Smartphone-Versicherung scheint daher vernünftig zu sein. Dies gelte aber nur auf den ersten Blick, so der Bund der Versicherten e. V. (BdV). „Wer jedoch genauer hinsieht, wird schnell merken, dass die Versicherung alles andere als sinnvoll ist“, so die Pressesprecherin Beim BdV, Bianca Ross. Der Versicherungsschutz für Smartphones sei vielmehr eine „smarte Geschäftsidee“ und bringe eher dem Versicherer Vorteile und dem Vermittler dieser Police.

Nutzer versprechen sich von Handyversicherung oft zu viel

Das Problem bei einer Smartphone-Versicherung beginne bereits bei der Wertermittlung des zu Bruch gegangenen Geräts. Eine Handyversicherung ist in der Regel eine Zeitwertversicherung. Der Ersatz gilt somit nicht dem Neupreis des Geräts, sondern den aktuellen Wert. Ein rasanter Wertverfall bei Smartphones ist die Regel. Zudem enthält eine solche Police meist eine an der Kaufpreishöhe orientierte Selbstbeteiligung. Unterm Strich bieteen Smartphone-Versicherungen meist „nicht den Schutz, den sich die Zielgruppe von ihnen verspricht“.

Beschädigt ist nicht gestohlen und dort verbirgt sich ein weiteres Manko. Ein Diebstahlschutz ist oft gar nicht erst enthalten und dieser muss „meist gegen einen zusätzlichen Betrag erworben werden“, so Boss. Die augenscheinlich günstigen Prämien dieser Versicherung werden inkl. Diebstahlschutz oft um das Doppelte angehoben. Bei vielen Versicherern greife der Diebstahlschutz erst, wenn der Besitzer nachweisen kann, sein Gerät unter ständiger Aufsicht gehabt zu haben und auch „bereit für eine Abwehr“ gewesen ist.

Der Bund der Versicherten rät daher, eine Smartphone-Versicherung erst dann in Erwägung zu ziehen, wenn davon die finanzielle Existenz abhinge.

Sollte der Besitzer sein Smartphone wenigstens in den eigenen vier Wänden sicher wissen, dann hilft in diesem Fall bereits eine Hausratversicherung. Diese ersetzt das Gerät auch bei Raub bzw. Einbruchdiebstahl. Zum Neuwert.

Infos über Hausratversicherung.


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