EU-Pläne für Generalschlüssel zu Messenger stößt auf Kritik

Cyberspionage –


Die von der EU-Kommission geplante Ausweitung der Zugriffsmöglichkeiten von Ermittlungsbehörden auf verschlüsselte Kommunikationswege stößt auf Kritik. Der Digitalverband fordert eine Verbesserung der Ausstattung und Kompetenzen, anstatt die Aushändigung eines Generalschlüssels.

Datenspionage

Das „eine Auge“ hinter der öffentlichen Hand will stets informiert sein

Hintertüren würden Gesellschaft und Wirtschaft schaden

Die Europäische Kommission will gerne den „kompetenten Behörden“ einen allgemeinen Zugriff auf die Kommunikation von Messenger-Nutzern ermöglichen. Dabei spielt der Zugriff auf die Endgeräte gar nicht die so große Rolle, da hierfür ohnehin schon Mechanismen entwickelt wurden und wohl auch schon im Einsatz sind. Vielmehr ist den EU-Politikern die Verschlüsselung der übermittelten Nachrichten ein Dorn im Auge. Derzeit gelingt ein Mitlesen der Nachrichten nur, wenn bei einem Gerät ein Trojaner installiert wurde, der Nachrichten vor der Verschlüsselung bzw. empfangene Mitteilungen im Anschluss der Entschlüsselung mitliest. Die Forderung lautet nun eine verpflichtende Bereitstellung der Messenger-Betreiber eines Generalschlüssels, damit „kompetente Behörden“ eine jegliche Nachricht im Äther abfangen und mitlesen können.

Ein solches Vorgehen würde mehr Schaden als Nutzen verursachen, so der Digitalverband Bitkom im Rahmen einer Grundsatzerklärung. Ziel seien schließlich gesicherte Kommunikationswege und hierfür sei „eine starke Verschlüsselung das Mittel der Wahl“, so Bitkom-Chef Dr. Bernhard Rohleder. Keine wirkliche Sicherheit würde dagegen eine Art „Verschlüsselung light“ bieten. In den Geräten eingebaute Hintertüren ließen sich dazu nicht auf Dauer kontrollieren und könnten von allen denkbaren Akteuren ausgenutzt werden. Dies betreffe neben Cyberkriminellen auch fremde Nachrichtendienste. Auf langfristiger Sicht würde dies die Sicherheit für Gesellschaft und Wirtschaft schaden.

Der Digitalverband spricht sich zwar für eine effektive Strafverfolgung im digitalen Raum aus, aber dies müsse zunächst über diverse Grundlagen ermöglicht werden. Dazu zählt Bitkom die verbesserte Ausstattung der Ermittlungsbehörden sowie die Steigerung der Digitalkompetenzen beim Personal. Darüber hinaus müssen die einzelnen Sicherheitsbehörden untereinander besser vernetzt werden und zwar national wie auch international.

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