Datenschutz: Hersteller internetfähiger Geräte sollen Kunden aufklären

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Internetfähige Haushaltsgeräte können oft mehr als in der Bedienungsanleitung steht. Dazu zählen u.a. das Sammeln von Daten und das Übermitteln dieser Nutzerdetails an einen unbekannten Empfänger. Eine Gesetzgebung soll nun für Aufklärung für die Nutzer sorgen.

Hersteller sollen Nutzer umfassend aufklären

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Elektrogeräte entwickeln oft ein Eigenleben

Verbesserter Komfort, einfachere Bedienung und mehr Sicherheit. Mit diesen Argumenten wollen Hersteller elektronischer Haushaltsgeräte die Konsumenten von den zahlreichen Vorteilen einer Internetverbindung überzeugen. Anschließen, einmal einrichten und sich um nichts weiter kümmern müssen. „Nützliche“ Updates erfolgen vollautomatisch.

Für viele Konsumenten mag das Entfallen notwendiger Eingriffe über die normale Alltagsbedienung hinaus das Verkaufsargument schlechthin sein. Allerdings weiß der Nutzer in der Regel nicht, was das „intelligente“ Gerät während seines Soll-Betriebes im Hintergrund noch so alles anstellt, vor allem über die permanente Verbindung ins Internet.

Konsumenten sollen künftig umfangreich über die Funktionen der internetfähigen Haushaltsgeräte aufgeklärt werden. Die Verbraucherschutzminister der Länder planen eine Gesetzgebung für internetfähige Geräte, mit der die Hersteller dazu verpflichtet werden, die Nutzer mit umfangreichen Infomaterial zu versorgen. Damit wolle man auch der neuen europäischen Datenschutz-Grundverordnung gerecht werden. Am Donnerstag wollen sich die Minister der Länder zu einer Konferenz in Berlin treffen, wie die Süddeutsche Zeitung (Donnerstagsausgabe) berichtet.

Die Nutzer dieser Haushaltsgeräte sollen wissen, welche Daten über das Internet versendet werden, wer der Empfänger ist und was er mit diesen Daten anstellt. Damit ginge die Gesetzgebung über die Mindestanforderung der EU-Datenschutzverordnung hinaus. Brüssel wolle die Hersteller der internetfähigen Geräte lediglich dazu „ermutigen“, Aufklärungsarbeit für die Nutzer zu leisten.

Dass die vermeintlich harmlosen Haushaltsgeräte durchaus ein ferngesteuertes Eigenleben entwickeln können, zeigte sich zuletzt eindrucksvoll an der umfangreichen Angriffswelle gegen einen Internet-Dienstleister in den USA.


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