Corona-App: Nutzer „vernünftig“ – Verweigerer „irrational“

Corona-Anläasse –


Die Corona-Warnapp erfreue sich großer Beliebtheit und immer mehr Bundesbewohner wollten sich das Gefühl der Sicherheit und der Erfüllung gesellschaftlicher Pflichten geben. Verweigerer aus durchaus rationalen Gründen werden schrittweise geächtet.

Corona-App

Die erklärte Nutzungsbereitschaft ist bisher größer als die Praxis zeigt

Mehr potenzielle Dauernutzer als bisherige Erstinstallationen

Die von der Bundesregierung forcierte Corona-Warnapp scheint vielen Bundesbewohnern nach den bisher eingeprasselten Schreckensmeldungen über die Infektionszahlen und den Auswirkungen der Covid-19-Krankheit ein Gefühl der Sicherheit zu verleihen. Dies auch ungeachtet der von den Medien eher minimal hinausgetragenen Sonderauswertung zu den Sterbefallzahlen im bisherigen Jahr 2020. Demnach lag die Sterberate im ersten Halbjahr 2020 unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre und die etwas erhöhte Sterbehäufigkeit im vergangenen April reicht an die hohe Sterbezahl während der Welle der „gewöhnlichen“ Grippe im Jahr 2018 nicht ansatzweise heran.

Doch eine Warnapp für Influenza wurde nie in Erwägung gezogen, trotz der mehr als 107.000 Verstorbenen während der Grippewelle im März 2018. Nun steht die Corona-Warnapp nichtsdestotrotz als „Selbstschutz oder aus gesellschaftlichen Verantwortungsgefühl“, so die einleitende Erklärung des Digitalverbandes Bitkom für den relativ hohen Zuspruch für die App. Eine Umfrage will ergeben haben, dass 53 Prozent der Smartphone-Nutzer ab 16 Jahren die Warnapp dauerhaft nutzen wolle. Dass ergäbe rund 28 Millionen Nutzer. Zumindest wäre damit schon die Hälfte der vermeintlichen „Dauernutzer“ erreicht, da erst vergangene Woche die Marke von 15 Millionen Downloads überschritten wurde. Von den bereits installierten Apps sei lediglich ein Anteil von 6 Prozent wieder gelöscht worden. Damit müssten noch viele Millionen Installationen erfolgen, damit die ein Großteil der „Dauernutzer“ diese App wenigstens das erste Mal in Betrieb nahmen. Bitkom-Präsident Achim Berg lobt das Verhalten der Bundesbewohner, welche im Vergleich zu anderen Ländern die mit Abstand höchste Nutzerzahl aufweise. „Je mehr mitmachen, umso besser“, so Berg.

Die Gründe für die Installation dieser Corona-Warnapp sind fast einheitlich. Demnach seien 89 Prozent der Nutzer davon motiviert, einen Beitrag gegen den Kampf gegen das Virus beizusteuern. Für 84 Prozent stellte sich ein Sicherheitsgefühl ein und 52 Prozent gehen davon aus, im Fall einer Infektion andere Menschen besser schützen zu können. Für 40 Prozent stellt die Nutzung der Corona-Warnapp eine „gesellschaftliche Pflicht“ dar.

App-Nutzer sind „vernünftig“ – Verweigerer sind „irrational“

Um den Nutzern dieser App ein Label der „Vernunft“ aufzukleben, erklärt Bitkom die Nichtnutzer als vom Bauchgefühl geleitete Mitmenschen. Die Gegenargumente betrafen zu einem Drittel (33 %) die Wirkungslosigkeit dieser App und 24 Prozent das Misstrauen zum Datenschutz. Ein Fünftel (21 %) sorge sich um eine mögliche über die App ermöglichte Nachverfolgung seitens Kräfte der Bundesregierung. Fast ebenso viele (20 %) fürchten den Missbrauch erlangter Nutzerdaten. Lediglich 16 Prozent sehen das monatliche Datenvolumen aufgrund der App-Nutzung als zu übermäßig in Anspruch genommen.

Berg hält diese Bedenken für unbegründet und ignorant gegenüber den Fakten. „Die App erfüllt die höchsten Datenschutzanforderungen, Rückschlüsse auf einzelne App-Nutzer sind ausgeschlossen“, so der Bitkom-Präsident. Dies haben auch Datenschützer bestätigt. Dazu komme, dass die Corona-Warnapp auch mit einem geringen Datenkontingent nutzbar sei, da die Mobilfunknetzbetreiber im Bundesgebiet kein Datenvolumen für die Warnapp anrechneten.

Es wäre allerdings ein Vorteil gewesen, wenn Berg die genannten „Fakten“ untermauert hätte. Insbesondere den Nutzen dieser App. Dazu müsste es allerdings aussagekräftige Studien geben, welche bisherige Fälle über einen bestimmten Zeitraum heranziehen müssten. Derlei zuverlässige Studien kann es allerdings noch nicht geben und daher scheint diese Aussage eher aus dem Bauchgefühl heraus gekommen zu sein.

Mobilfunkbetreiber weiß welcher Nutzer die App benutzt

Besonders interessant ist die Erwähnung des Verzichts auf Anrechnung des von der Corona-App in Anspruch genommenen Datenvolumens. Damit muss der Mobilfunkbetreiber jedoch die Nutzung dieser App eindeutig identifizieren können. Damit hängt per SIM-Karte und IMEI-Gerätenummern auch eine eindeutige Identifizierung des jeweiligen Nutzers zusammen, sowie Zeitpunkt und Position.

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