Bundeswahlleitung rechnet mit Hacker-Angriffen

Hackerangriffe-


Die Bundeswahlleitung rechnet mit Hacker-Angriffen auf die Bundestagswahl 2017 sowie weitere Störungen und Manipulationsversuchen. Nun habe man Vorkehrungen getroffen, um gegen derartige Attacken gewappnet zu sein.

Verdreifachung der Infrastruktur

Internet
Bundeswahlleitung reagiert auf Cyber-Bedrohung

Die von US-Geheimdiensten erhobenen Vorwürfe gegen Russland, die US-Präsidentschaftswahl manipuliert zu haben und auch sonst nicht vor Cyber-Angriffen zurückzuschrecken, hat die Bundesregierung offenbar aufgeschreckt. Berlin fürchtet nun auch Manipulationen rund um die Bundestagswahl 2017. Die Bundeswahlleitung rechnet mit Hackerangriffen.

Nun habe man sich gegen derartige Attacken gewappnet. Der Bundeswahlleiter Dieter Sarreither erklärte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass sich die Bundeswahlleitung auf „vielfältige Angriffsstrategien durch Cyber-Attacken“ vorbereite und verschiedene Szenarien durchspielte. Die Infrastruktur des Rechenzentrums sei nun verdreifacht worden. Es von nun an möglich, Rechner und Standorte zu wechseln. Die Bundesregierung könne im Ernstfall vom „Cyber-Abwehrzentrum“ ebenfalls profitieren.

Nun sei die Bundestagswahl technisch derart abgesichert, „dass sie gegen alle Manipulationsversuche geschützt ist“, so Sarreither. Eine Rolle könnte allerdings auch die sogenannten Fake News spielen, so die Warnung des Bundeswahlleiters. Dazu gehörte u.a. die Meldung, dass bestimmte Wahllokale geschlossen seien. Derartigen Falschmeldungen am Wahltag wolle man „öffentlichkeitswirksam schnell entgegenwirken“.

Im Extremfall wolle man auf die herkömmlichen Übertragungswege von Telefon und Fax zurückgreifen, um das vorläufige amtliche Endergebnis am Wahltag zu erstellen.


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