Apple Watch „is watching you“? – Verbraucherschützer warnen vor „Komfort“

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Apple Watch bietet mehr Komfort als eine gewöhnliche Armbanduhr, aber die Verbraucherschützer warnen vor dem sorglosen Umgang mit den vermeintlich vorteilhaften Apps und deren Funktionen. Die Daten der User könnten in Kanäle umgeleitet werden, die zu bösen Überraschungen führten könnten.

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Eifrige Sammlung von Nutzerdaten könnten sich auf den persönlichen Gesundheitszustand ausweiten

Apple Watch am Puls des Kunden – Alles zu seinem Vorteil?

Die neueste Errungenschaft des Hauses Apple – die Apple Watch – wird seit dem Wochenende auch in Deutschland verkauft. Styling und vor allem Komfort beschreiben die Eckpfeiler der neuen „Hight-Tec“ Armbanduhr. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sieht jedoch ein großen Potenzial im Missbrauch der Benutzerdaten. Vor allem die Versicherungsbranche könnte ein großes Interesse an den Gesundheitsdaten der Apple Watch User zeigen.

Wer die Apple Watch nutzen will, braucht ohnehin ein iPhone der neueren Bauart, sonst geht so gut wie nichts. Die Gemeinde der Apple-Jünger ist jedoch sehr groß und wer über die Präsentation des „exklusiven Apple-Designs“ am Arm hinaus und die umfangreichen Funktionen nutzen will, läuft u.U. Gefahr, zu einem „Gläsernen Kunden“ zu werden, buchstäblich rund um die Uhr.

Die Apple Watch besitzen in jeder Ausführung eingebaute Sensoren für die Aufnahme akustischer Anweisungen und nicht zuletzt auch die Herzfrequenz. Puls und Schritte des Uhrenträgers werden mitgezählt. „Verbraucher haben keine Wahl, auf die Sensoren zu verzichten. Sie sind in jeder Version der Uhr enthalten“, so Christian Gollner, Datenschutzexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Für den Nutzer mögen die auf dem verbunden iPhone laufenden Apps für die Auswertung des Gesundheitszustandes des Apple Watch Besitzers als komfortabler Vorteil erscheinen, aber landen die höchst sensiblen und personenbezogenen Daten „weitergegeben und ausgewertet, so können sie Schaden anrichten“, so Gollner. Am Ende stünde dem an die Daten Interessierten gesundheitsbezogene Daten zur Verfügung. Anhand eines Gesundheitsprofils könnten Unternehmen Reklame, Preise und Angebote individuell zum Nachteil des Verbrauchers anpassen oder „ihnen wegen des Gesundheitszustands bestimmte Leistungen verweigern“.

Damit spricht die Verbraucherzentrale die Versicherungsbranche an, die sehr wohl Interesse am Gesundheitszustand ihrer Kunden haben könnten, insbesondere die Sparten Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeitsschutz und die Krankenversicherung sowieso.

Einstellungen für Datenerfassung und -auswertung überprüfen

Die Verbraucherschützer raten den Nutzern von Apple Watch, sowie auch anderen Herstellern mit ähnlichen Sensoren, die Einstellungen zu überprüfen. Besonders sollte demnach auf Art und Umfang der Datenerhebung und auch deren Verwertung geachtet werden. Die Regelung, dass die Grundeinstellungen solcher Geräte in ihrer Standard-Einstellung (Default-Werte) nur für die grundlegenden Funktionen gewählt sind, ist bis heute nicht festgelegt. „Der beste Datenschutz besteht, wenn Daten gar nicht erst erhoben werden können“, so die Verbraucherzentrale. Im Rahmen der Reform des EU-Datenschutzrechts setzen sich die Verbraucherschützer für die Umsetzung der Prinzipien „Privacy by Design“ und „Privacy by Default“ ein.



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