Alexa: Abhörteam hinter intelligente Lautsprecher

Freiwillige Preisgebung –


Intelligente Lautsprecher sind inzwischen ein Hit. Praktisch und echte Lebenserleichterer. Der Verdacht, dass am anderen Ende der Leitung unerwünschte Lauscher dranhängen, hat sich nun bestätigt. Amazon setzt für Alexa Echo mehrere Teams ein, die jegliche Gespräche mitschneiden und auf Papier bringen.

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Sich gegen Viren & Trojaner schützen, aber freiwillig Abhörzentrale ins Haus holen

Eigene Abhörzentrale im Haus installieren für Lebenserleichterung?

Konsumenten können bereits Unmengen an Produkten erwerben, die nicht nur praktisch, sondern auch eine Menge Erleichterungen fürs Leben mitbringen sollen. Glaubte man den zu den vielen Innovationen ausgerichteten Marktstrategien, müssten die Menschen eigentlich längst ein völlig unbeschwertes Dasein fristen können. Erleichterungen hier und Zeiteinsparungen dort. Die Realität sieht allerdings völlig anders aus. Die freie Zeit wird immer knapper, wohl auch deshalb, weil das Geld für den Erwerb der „Lebenserleichterer“ schließlich durch (Mehr-) Arbeit erst mal rein geholt werden muss.

So ist auch „Alexa“ ein echtes Highlight, welches von Amazon als geradezu unverzichtbar für ein sorgenfreies Leben angepriesen wird. Eine ausgesprochene Bitte wird umgehend erfüllt. Was wünscht sich Mann oder Frau mehr? So viel gewonnene Lebensfreude erklärt damit auch das freiwillige Installieren einer sehr sichtbaren Abhörwanze in den eigenen vier Wänden, während der Einsatz des Staatstrojaners heftig abgelehnt und entdeckte Hintertüren in Internetroutern und Smart-TVs kritisiert werden.

Natürlich mit der Begründung der beabsichtigten Produktverbesserung sitzen „hinter Alexa“ allerdings mehrere menschliche Teams, die sich an Alexa gerichtete Bitten und Befehle sehr genau anhören, wie der Finanzdienstleister Bloomberg berichtet. Da nicht unterschieden werden kann, ob eine Bitte an Alexa oder an den Partner gerichtet ist, fallen somit automatisch alle privat geführten Gespräche in den „Zuständigkeitsbereich“ der eingerichteten Teams. Das Mithören von Privatgesprächen über Alexa erfolgt somit zwangsläufig und die von Amazon eingesetzten Teams haben die offizielle Aufgabe, anhand der benutzten Wörter die Spracherkennung zu verbessern. Derartige Abhör- und Auswertungs-Zentralen befinden sich demnach auf Costa Rica, in Indien, sowie in Boston und Rumänien.

Die von Alexa Echo mitgehörten und über das Internet weitergeleiteten Gespräche werden von den Teilzeit- und Vollzeitmitarbeitern der Teams in Schriftform gebracht und dazu zählen auch laut vorgelesene Kontonummern. Gemäß Amazon würden allerdings derartige Informationen geschwärzt. Das Arbeitspensum ist groß. Ein einzelner Mitarbeiter bringt es auf bis zu 9 Stunden am Tag, in denen er rund 1.000 Mitschnitte der von Alexa aufgefangenen Privatgespräche auf Papier bringt. Die Besitzer dieser intelligenten Lautsprecher werden nicht darüber informiert.

Im vergangenen Jahr wurden global rund 78 Millionen derartige „intelligente Lautsprecher“ gekauft, wie Bloomberg aus Quellen der Marktforscher von Canalys berichtet. Dazu gehören neben Alexa Echo auch Google Home und Apple HomePod.

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