Verbraucherschutz mit Neuregelung Dispozinsen – Ganz im Sinne der Banken

Dispozinsen-


Das Bundeskabinett verabschiedete eine Neuregelung zum Thema Dispozinsen im Sinne der Verbraucher. Der ausgestaltete neue Schutz vor den teils völlig überzogenen Zinsen für Dispokredite hat jedoch nur einen symbolischen Wert. Von einem Einschränken der Begehrlichkeiten aus den Reihen der Banken ist nichts zu erkennen.

Kostenfalle

Viel Lärm um Nichts. Aus dem „großen Wurf“ der Bundesregierung wurde ein klägliches Stolpern

Dispo-Neuregelung im „Sinne der Verbraucher“: Banken freuen sich

Seit Jahren fordern Politiker und Verbraucherschützer die Neuregelung der Dispokredite, um den Endverbraucher vor den sehr deutlich hochliegenden Dispozinsen zu schützen. Im Rahmen der Realisierung der neuen „Wohnimmobilienkreditrichtlinie“ wurde auch das Thema Dispozinsen „in Angriff“ genommen. Der vom Bundeskabinett am Mittwoch verabschiedeten Neuregeln fehlt es allerdings an Saft und Kraft.

Die neue Regelung zur Vergabe von Dispokrediten beinhaltet keine Begrenzung der Zinssätze. Die von der vorherigen und auch aktuellen Bundesregierung geforderte Deckelung der Dispokosten wurde fallengelassen. Dafür sind nun die Banken dazu aufgefordert, die Dispokosten bei der Präsentation der Girokonto-Konditionen besser herauszustellen. Darüber hinaus sollen die Geldhäuser ihren bereits in der Dispo-Falle geratenen Kunden ein Beratungsgespräch anbieten.

Der in der „Verhandlungsphase“ zur Bildung der Regierungskoalition vorgesehene „Warnhinweis bei chronischer Beanspruchung“ des Disporahmens ist Null und Nichtig.

Unterm Strich haben sich die Banken auf ganzer Linie durchsetzen können. Die Geldhäuser können ihre Dispozinsen wie bisher nach oben frei gestalten und erhalten mit der Richtlinie, die betroffenen Kunden zu beraten, quasi einen vom Gesetzgeber geforderten Auftrag. Das Anpreisen anderer Finanzprodukte erhält damit eine Legitimation. Die Verpflichtung, den überschuldeten Dispo-Kunden ein günstigeres Produkt als Alternative anzubieten, existiert nicht.

Mit dem vermeintlich verbesserten Verbraucherschutz bei Dispokrediten handelt es sich in Wirklichkeit um mehr Spielraum für die Banken.

Die Verbraucherschützer versuchen in der neuen Dispo-Regelung irgendwo einen positiven Aspekte zu erkennen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband erklärte gegenüber dem Tagesspiegel, dass mit dem neuen Gesetz die „Aufmerksamkeit auf das Problem privater Überschuldung“ gelenkt werde. Immerhin.



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